Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Mai 2007

 


Großer Mairegen mit heftigen Gewittern
Wärmste
r Frühling seit Beginn der Beobachtungen


Auch der Mai 2007 fiel wie alle Vorgängermonate seit September 2006 deutlich zu warm aus. Damit wurde nach dem wärmsten Herbst und Winter nun auch der wärmste Frühling seit Messbeginn im Rheinland (1706) festgestellt. Dabei hatte natürlich der phänomenale April den größten Anteil. Der Mai war eher sprunghaft und launisch.


Er erreichte in Düren eine Mitteltemperatur von 14,9 Grad, in Drove sogar 15,1 Grad und in der Nordeifel 13,5 Grad in Vossenack. Diese Werte liegen allesamt 1,5 Grad über dem 30-jährigen Mittel (1971-2000).
Die Höchsttemperaturen wurden dabei in der zweiten Monatshälfte am 24.Mai notiert: 26,5 Grad in Düren, Heimbach und Zülpich, 25,4 Grad in Nideggen und immerhin noch 24 Grad in Schmidt. Spitzenreiter aber waren Drove (27,7 Grad) und Vettweiß (28,1 Grad).
Anders als noch vor einigen Jahrzehnten brachten die Eisheiligen (diesmal um den 1./2. Mai) und am Monatsende die verfrühte Schafskälte (30.) nur schwache Bodenfröste bis –3 Grad in den Tallagen. Nur wenige exponierte Wettermessstellen meldeten Luftfrost, so z.B. die Tallagen von Vlatten, Blens und Hergarten mit –0,5 Grad.


Herausragend waren aber nicht die Temperaturen im vergangenen Mai, sondern die Niederschlagsmengen.
Bis zum 6. Mai dauerte die längste Frühjahrstrockenheit seit mehr als 100 Jahren an. In einer Trockenperiode von 44 Tagen fielen im Raum Aachen nicht mehr als 5 l/qm. Die Landwirte machten bereits ihren ersten Heuschnitt.
An den meisten Stationen gab es im Wonnemonat Mai mehr Regen als in den Monaten Februar, März und April zusammen. In unserer Region war es aber nicht der nasseste Mai seit Jahrzehnten, aber immerhin einer der 10 regenreichsten Maimonate. Die Summen lagen durchweg bei 150-175% des Normalwertes.


Die trockenste Region war diesmal der Raum Vlatten (80 l/qm), Heimbach (81 l), Nideggen (81 l) und Hergarten (86 l).  Alle anderen Stationen lagen zwischen 90 und 120 l/qm. Bedingt durch die örtlich heftigen Gewitter des Monats erreichten einige höher gelegene Ort sogar über 130 l/qm, so z.B. Vossenack 153 l und Tagebau Hambach 134 l/qm,


Ausgerechnet am Muttertag dem 13. Mai tobte nachmittags ein heftiges Gewitter über der Kalkeifel. Es entwickelte sich über Belgien ein Tornado, der dann auf einer Strecke von 30 km über den Losheimer Graben bis nach Sötenich zog und hunderte Bäume umriss.
Mehr als 25 l/qm fielen im Mai z.T. innerhalb von nur 60 Minuten in folgenden Ortschaften:
Staubecken Obermaubach 41 l/qm, Hambach 44 l, Vossenack 46 l, Düren sogar 47,2 l/qm und Untermaubach sogar 51,5 l/qm. Kein Wunder das es nach diesen Regenmassen in der Gemeinde Hürtgenwald (Dienstag 22. Mai) im Raum Zweifall (z. B. im Sägewerk) zu großen Überschwemmungen kam. Die Wehebachtalsperre hatte gegen 15 Uhr noch einen Zulauf von 122 Liter, um 20 Uhr schon 5000 Liter und um 20:45 Uhr schon 32500 (l/sek.).


Fehlende Hochdruckwetterlagen erzeugten natürlich auch nur eine begrenzte Zahl von Sonnenstunden. Die meist negativen Abweichungen vom Mittelwert lagen aber nur bei rund 10%. Nach immerhin 300 Sonnenstunden im April waren es jetzt 169 Stunden in Heimbach,  179 Sunden in Vossenack und Zülpich, 184 Stunden in Drove, 187 Stunden in Nörvenich und immerhin 192 Stunden in der Stadt Düren. Also geringe Unterschiede zwischen Eifel und Aachener Land.


Der Start in den Sommer 2007 scheint nach den ersten 10 Tagen des Juni genauso überhitzt zu beginnen, wie der Frühling endete.

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