Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren August 2022 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

August 2022: Viel zu heiß, viel zu trocken und sehr sonnig

 

Der letzte Sommermonat war der bisher sonnigste August und gleichzeitig der zweitwärmste seit Messbeginn in der Eifel (1889). Knapp übertroffen wurde der Monat in Sachen Hitze nur vom August 2003.

 

Mit Durchschnittstemperaturen von 21,3° im Raum Nörvenich und Jülich, 21,0° in Vettweiß, 20,9° in Drove, 20,8° in Düren, 20,0° in Schmidt, sowie 19,6° in Heimbach und Vossenack wurden die langjährigen Mittelwerte um 2,3 bis 2,5 Grad übertroffen. Damit rangiert der August 2022 auf Platz 2 seit Beginn der Messungen, nur der August 2003 war im Kreis Düren wenige Zehntel wärmer.

 

Die Zahl der Sommertage war im gesamten Kreisgebiet extrem hoch. Der bisherige Rekord -gemessen in Jülich und Elsdorf- aus dem Jahr 1947 mit 25 Sommertagen wurde nicht erreicht. Auch mit zunehmender Höhe sank die Zahl der Tage über 25° nur wenig: Düren 22, Heimbach, Kermeter und Nörvenich 21, Schmidt 17, sowie Vossenack und Brandenberg 15 Sommertage. Mit 11 Hitzetagen über 30° wurde rund um Heimbach, Düren und Jülich der Rekord von 2020 mit 14 Hitzetagen (Jülich) nur knapp verfehlt.

 

Der 4. August war in allen Höhenlagen der heißeste Tag des Monats. Von den drei Hitzewellen im Monatsverlauf war der Zeitraum um den 4.8. der Höhepunkt.

Hier einige Spitzenwerte: 35.7° in Vettweiß, 35.4° in Heimbach, 35.2° in Kreuzau-Drove, 34.9° in Düren, 34.1° in Nörvenich und auf dem Kermeter, 33,6° in Jülich, 33.4° in Schmidt und 31.7° in Vossenack.

Ursache der beständigen Hochdruckwetterlagen war das Zusammenspiel von warmen Luftmassen aus Südwesteuropa und nur kurzen Schwächephasen mit etwas Nieselregen, wie z.B. am 27. August. Damit hatte die Sonne meist ungehinderten Zugang auf unser Kreisgebiet.

 

Der Blick auf die Sonnenscheinsummen diverser Wetterstationen im Kreisgebiet verrät uns, dass die Auswirkungen des Klimawandels in fast allen Parametern angekommen sind. Hier einige Summen, meist die höchsten seit 1947:

Düren 282 Stunden, Drove 281 Stunden, Vettweiß 280 Stunden, Nörvenich 262 Stunden und Heimbach 218 Stunden.

 

Rekordhalter der letzten 100 Jahre bleibt der August 1947 mit fast 300 Sonnenstunden (299 im Raum Jülich-Düren).

 

Das wenige Regenwasser des vergangenen Monats konnte auch bei kleinen lokalen Gewittergüssen auf den ausgetrockneten Böden nicht versickern. Das Laub zahlloser Bäume welkte vorzeitig, Grünflächen verdorrten und für das Vieh wurden bereits Wintervorräte angebrochen. Die Wasserbilanz war so negativ, dass erste Bäche und Flüsse austrockneten. Auf dem Kermeter „Wilder Weg“ betrug die Niederschlagsmenge nur 14,5 l/qm und gleichzeitig erreichte die mögliche Verdunstung 148 l/qm.

 

Nur 10-30% des Langzeitwertes fielen beim Niederschlag im Kreisgebiet und örtlich wurden neue Rekorde erzielt. Hier eine kleine Übersicht:

Zülpich 8 l/qm (Rekord 1947 mit 9 l/qm); Düren 10 l (August-Rekord in Düren waren 6 l/qm im Sommer 1976), Hergarten und Vlatten 10 l, Schmidt 11 l, Heimbach, Weisweiler und Hambach 13 l, Vossenack 15 l, Brandenberg und Inden 18 l, Nörvenich 19 l, Drove 20 l, Linnich-Gevenich 25 l und in Jülich an der Kläranlage 39 l/qm. Ursache für diese große Summe in Jülich war ein Gewitter mit 20 l/qm um 4 Uhr 30 am 5. August.

 
 

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