Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren Januar 2021 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

Rekordniederschläge und ein extrem dunkeler Januar 2021

In den Hochlagen Rureifel hat der Januar in diesem Jahr für reichlich Schnee gesorgt, während sich im Flachland rund um Düren nur tageweise eine Schneedecke ausbildete. Winterliche Straßenverhältnisse und Schneebruch unter der zeitweise nassen Schneedecke im Nationalpark waren die Folgen. Viele Tiefdruckgebiete bedeckten mit ihren Wolkenfeldern den Himmel, die Sonne suchte man vergebens. Schauen wir auf die einzelnen Wetterparameter.

 

Die Durchschnittstemperaturen des Monats waren in Abhängigkeit von der Höhenlage sehr unterschiedlich. Im Vergleich zum 30-jährigen Mittel (1991-2020) war der Januar zwischen Vettweiß und Jülich 0,4° bis 0,6° zu kalt, in Vossenack und auf dem Kermeter war es durch die Schneedecken bereits 0,8° bis 1,0° zu kalt.

In der ersten Monatshälfte gab es bis zum 16. Januar viele kalte Tage mit schwachen Nachtfrösten durch fehlende Hochdruckwetterlagen. Die niedrigste Temperatur wurde am 15. Januar in Nettersheim gemessen mit -9,2°, gefolgt von Schmidt mit -4,0° (Boden -10,3°). Über Schneedecken in den hochgelegenen Tälern sind eigentlich Tiefstwerte von -15° bis -20° keine Seltenheit, dazu fehlten in diesem Jahr aber die klaren Hochdrucknächte.

In der zweiten Monatshälfte schaufelten die Tiefs auch milde Atlantikluft in die Rur-Eifel und das Dürener Bördenland. Höchstwerte von bis zu 12° waren im Raum Düren/Jülich am 21./22. keine Seltenheit. Ein Hauch von Vorfrühling mit aufblühenden Schneeglöckchen wehte durch die Niederungen. Die Zahl der Frostnächte schwankte im Januar zwischen 14 im Rurtal bei Düren und 26 am „Wilden Weg“ im Kermeter.

 

Nur fünf Schneedeckentage wurden in Jülich und Nörvenich gezählt, in Hergarten waren es 14 und in Hürtgenwald-Brandenberg sogar 19 Tage. Gute Bedingungen für den Wintersport, wenn da nicht der Corona-Virus gewesen wäre. Die höchsten Schneedecken betrugen in Jülich 5 cm, Nörvenich 7 cm, Heimbach 11 cm, Hergarten 14 cm, auf dem Kermeter 15 cm, sowie 18 cm in Brandenberg und 19 cm in Schmidt.

 

Zwischendurch wehte auch ein stürmischer Wind über die Eifelhöhen und verursachte Schneeverwehungen. Besonders heftig waren die Böen des Sturmtiefs „Goran“ am 21. Januar (986 hPa niedrigster Druck des Monats). Die maximalen Windstärken erreichten 87 km in Aldenhoven, 79 km in Nörvenich und Vettweiß, 76 km auf dem Kermeter, 74 km in Düren und 65 km in Heimbach. Zum Monatsende und Anfang Februar ließ Tauwetter die Bäche in der Eifel und im Jülich-Zülpicher Bördenland anschwellen.

 

Der Blick auf den Sonnenschein zeigt eine magere Ausbeute im Kreis Düren. Gerade mal 22 Sonnenstunden gab es in Nörvenich und 29 im Raum Vettweiß. Im Vergleich zum Langzeitwert waren das nur 34 % der üblichen Menge. Seit 1947 wird die Sonnenscheinsumme im Raum Nörvenich-Jülich erfasst und seither gab es nur zwei noch trübere Januare, nämlich 1951 mit 15 Sonnenstunden und 1953 mit 17 Stunden. Hier noch weitere Summen aus dem Januar 2021:

Düren 37 Stunden, Drove und Aldenhoven 31 Stunden, Vettweiß 29 Stunden, Heimbach 19 und in Heimbach-Hasenfeld 15,5 Stunden.

 

Zum Abschluss ein Blick auf die enormen Regenmengen im zweiten Wintermonat. Starkregen, Schneeschmelze und Hochwasser zum Monatsende und gut gefüllte Talsperren das gab es in den letzten Jahren nur selten. Verbreitet wurden in den Niederungen die höchsten Niederschlagsmengen seit 1931 abgelesen, z.B. in Düren mit 89 l/qm. In Nörvenich fielen im vergangenen Monat 100 l/qm, auch das ist ein neuer Rekord seit der Stationsgründung 1962.

Im Vergleich zum Langzeitmittel (1991-2020) waren die Abweichungen besonders in den Niederungen sehr hoch (130 bis 200 %).

Hier weitere Summen zum Vergleich mit ihren privaten Messungen:

Vettweiß 78 l/qm, Vlatten und Froitzheim 87 l, Drove 89 l, Garzweiler und Soller 91 l, Heimbach 93 l, Hoven 97 l, Hasenfeld 98 l, Düttling 99 l, Weisweiler 105 l, Hambach 106 l, Hergarten 107 l, Inden 109 l, Jülich Kläranlage 113 l, Aldenhoven 114 l, Brandenberg 122 l, Schmidt-Harscheid 125 l, Kermeter 135 l und in Vossenack 136 l/qm.   

 

 

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