Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren Dezember 2019 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

Dezember mild wie das Jahr 2019

 

Die außergewöhnlichen Tendenzen und Rekorde des Wetters in den vergangenen Monaten wurden auch im Dezember fortgesetzt. Der extrem milde erste Wintermonat schaffte in Vossenack eine Mitteltemperatur von 4,5° (Abweichung +2,0°), in Nörvenich 5,5° (+2,1°), in Düren 5,6° (+2,1°) und in Kreuzau-Drove 5,7°.

Damit erreichte das Jahr 2019 im Raum Düren eine Abweichung von +1,0° und in der Rur-Eifel sogar +1,3°. 2019 war das damit das siebtwärmste Jahr in den letzten 140 Jahren. Das wärmste Jahr in den Niederungen erlebten wir 2014 (11,7° in Nörvenich) und die beiden kältesten Jahre 1956 mit 8,1° in Düren und 1963 mit ebenfalls 8,1° in Nörvenich.  

Ursache für die milden Temperaturen waren warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum, die Weihnachtstage verliefen sogar absolut frostfrei. Nur zum Monatsstart und am Monatsende herrschte nächtlicher Frost bei Hochdruckwetter. Dauerfrost schaffte nur der 1.12. in höchsten Lagen über 600 m Seehöhe. Die niedrigsten Werte im Kreis Düren von gerade mal -2 bis -4° waren kaum der Rede wert. Im Rurtal bei Düren wurden am Erdboden -8,8° abgelesen (2009 waren es -19,0°).

 

Ganz anders das Bild bei den Höchstwerten des Monats. Rund um Düren wurden 16 bis 17 Grad abgelesen, es gab sogar neue Dezemberrekorde (z.T. war es wärmer als im Vormonat November). Hier einige Höchstwerte: Heimbach 15,5°; Vlatten 15,7°; Düren 16,2°; Drove 16,4°; Vettweiß 16,5°; Nörvenich Flughafen und Hasenfeld 16,6°; Jülich 17,1° und in Nörvenich an der Kläranlage 17,2°. Die Dezember-Rekordwerte im Kreis Düren halten folgende drei Stationen: Düren (17,4° am 17.12.2015), Jülich (17,4° am 16.12.1989) und Elsdorf (17,6° am 24.12.1977).

Wie so oft halfen auch jetzt Föhneffekte die Temperaturen nach oben zu treiben. Oberhalb von 300-400 m Seehöhe wurden die Rekorde nur knapp verfehlt (Kermeter 14,0°, Vossenack 14,1°, Schmidt 14,3° und Hergarten 14,4°).

 

Auch der Sonnenschein kam im Dezember nicht zu kurz. Die maximalen Summen erreichten 72-75 Stunden und damit gut 20% mehr als im Langzeitwert. Hier einige Messungen: Drove 82 Stunden, Vettweiß 75 Stunden, Düren 68 Stunden, Nörvenich 55 Stunden, Hasenfeld 43 Stunden und in der Tallage von Heimbach jahreszeitlich bedingte 35 Stunden.

 

Der erste Wintermonat war sehr windig aufgrund der durchziehenden Sturmtiefs, wie z.B. am 13. und 14.12. das Sturmtief „TONI“ mit einem extrem niedrigen Luftdruck von 974,6 hPa. Die stärksten Böen blieben aber meist unspektakulär: 67 km in Heimbach, 70 km in Hasenfeld, 74 km in Vettweiß, 76 km in Nörvenich, 85 km im Dürener Rurtal, sowie 90 km am Flughafen Nörvenich.

 

Das große Regendefizit des Jahres 2019 konnte im Dezember in den tieferen Bodenschichten noch nicht aufgefüllt werden. Viele Stationen lagen unter dem Mittelwert der letzten 30 Jahre. Nur in den höchsten Lagen der Rureifel gab es am 13. und 14. Dezember eine dünne Schneedecke. Mit Wehmut denken die Skifreunde da an die 30-40 cm im Dezember 2010 (zwischen Düren und Jülich).

Hier zum Abschluss einige Niederschlagssummen aus dem Kreisgebiet:

Vettweiß 37 l, Zülpich 39 l, Düren 44 l, Nörvenich 46 l, Weisweiler 55 l, Drove und Jülich KA 56 l, Heimbach 61 l, Hergarten 63 l, Schmidt-Harscheid 72 l,  Brandenberg 89 l und Vossenack 92 l/qm.

 

Passend zu diesem eher herbstlichen als winterlichen Dezember gab es am 30.12. kurz vor Sylvester eine herrliche Fernsicht über 60 km. Mit föhnartigen Winden und 13-15 Grad schaffte Hoch „WILTRUT“ an den östlichen und nördlichen Abhängen der Eifel extrem niedrige Luftfeuchtewerte, die sonst nur zwischen März und Juni beobachtet werden.

An der Deponie Mechernich wurde mit einem Wert von nur 9,4 % Luftfeuchte der niedrigste Werte seit min. 1983 notiert. Hier weitere Rekordwerte: Sistig und Nideggen-Schmidt 9%, Hürtgenwald-Brandenberg und auf dem Kermeter 12%, Hasenfeld 13%, Düren und Drove 15% und in Vettweiß 25%.  

 

Auch in den nächsten Tagen, wahrscheinlich noch bis zum 20. Januar, bleibt uns das winterfeindliche Schmuddelwetter oder kurze Hochdruckabschnitte erhalten.


 

 
 

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