Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick März 2007

 


Hochdruckwetterlagen beherrschen das Frühjahr
2007

Seit fast 4 Wochen herrscht strahlender Sonnenschein und absolute Trockenheit. Schon bis zum 18. April wurde die sonst übliche Sonnenscheinsumme des zweiten Frühlingsmonats erreicht. Da die Prognosekarten auch bis zum Ende des Monats kaum Aussicht auf Regen geben, ist zu erwarten, dass wir erneut auf Wärme- und Sonnenscheinrekorde zugehen.
Schon mit dem Frühlingsbeginn im März blieb der siebte Monat in Folge über den langjährigen Mittelwerten der Temperatur. In allen Höhenlagen betrug die Abweichung vom Mittel immerhin +1,0 bis +1,5 Grad.


Ursache waren die erneut seltenen Schneedeckentage der Hocheifel, die häufigen Hochdrucklagen und die ausdauernde Sonnenstrahlung. Ein ausgesprochen früher Blütenzeitpunkt der Narzissen und Forsythien (7.3. in Düren) war die Folge. Zur Zeit ist die Blüte der Tulpenbäume ja bereits abgeschlossen und die Obstbäume blühen bis auf eine Höhe von 500 m. Auch die ersten Schwalben sind bereits eingetroffen.


Die Erfolgsstory des warmen Herbstes und des extrem milden Winters setzt sich anscheinend auch im ganzen Frühling fort. Schon am 10. März hörte man im Kreis Düren erstmals Rasenmäher laufen.
Die im März in Düren erreichte Mitteltemperatur von 7,4 Grad gehört zu den 10 wärmsten der letzten 50 Jahre. Daran konnte auch die kurze winterliche Periode um den 20. März nichts ändern. Das es im Frühlingsmonat März allerdings auch noch deutlich wärmer sein kann, soll an dieser Stelle noch einmal wiederholt werden: 1981 erreichte das Märzmittel 9,3 Grad.


Je nach Lage der Wetterstationen war die Zahl der Frostnächte im März mal etwas höher, mal etwas niedriger, aber insgesamt waren es viel zu wenig. Zwischen Nörvenich und Zülpich reifte das Gras nur in 2 (Nörvenich) bzw. 6 Nächten (Zülpich) weiß. Ganz anders das Bild im vergangenen Jahr, bei 22 Frostnächten musste man den Kachelofen ganz schön heizen und die frühen Blüten erfroren reihenweise. Im Rurtal vor Düren meldete die Kachelmann Station 7 Frostnächte und erstaunliche 23 Bodenfrostnächte, mehr als in Kalterherberg auf 530 m Höhe.


Auch die Wetterstationen oberhalb von 300 m Seehöhe meldeten nur 2 Frostnächte (Schmidt) bzw. 4 (Vossenack). Dafür lagen auf den Nordeifelbergen vom 22.-24. mit 8 -10 cm die höchsten Schneedecken des gesamten Winters, sicherlich ein Kuriosum. Für die Skifreunde ist damit die Saison 2006/07 total verpatzt und die Lifte konnten ungenutzt wieder verpackt werden.
Die niedrigsten Temperaturen in den hoch gelegenen Tallagen der Eifel erreichten ebenfalls gerade mal – 5 Grad, in Düren nur  –1,4 Grad. Die geringste Temperatur am Erdboden meldete erneut das Rurtal vor Düren mit –7,5 Grad (20.), also kein guter Ort für ein Kartoffelfeld.


Dafür stiegen die Spitzenwerte Ende März (26.) bis auf 17 Grad in Schmidt und 18,9 Grad in Hoven und Untermaubach. Der absolute Spitzenwert ist allerdings noch viel höher:1968 musste man bei 25 Grad in Nörvenich schon richtig schwitzen bei der Gartenarbeit.
Mehr als 25 Grad gab es dafür im April schon 3 Wochen früher als üblich. Vom 13.-16.April wurde mit 4 Sommertagen in Folge der Rekord der Jahre 1949, 1968 und 1993 eingestellt. Aber für kommenden Sonntag ist schon wieder ein Sommertag in Erwartung und das passt gut zum Neffelbach--Radtag.


Schon im März 2007, wie auch Anfang April in den Osterferien, gefiel den meisten Menschen der viele Sonnenschein. Ob vor der Eisdiele, auf der Parkbank oder beim Spaziergang der Großmutter mit dem Enkelchen, allen brannte die Sonne tagelang ins Gesicht. Düren und Nörvenich meldeten im März 163 Sonnenstunden und damit fast 43 % mehr als das errechnete Mittel. In Zülpich waren es sogar 172 Stunden.


Als Folge dieser Einstrahlung begann in den nördlichen Kreisteilen in den ersten Apriltagen schon die Birkenblüte, eine besondere Leidenszeit für alle Allergiker.
Die Regenmengen des März wurden durch die Gewitter des 29. und 30. örtlich noch verstärkt. Insgesamt lagen die Summen um 20 – 50 % über den Durchschnitten.


Rund um Düren fielen rund 60-80 l/qm, im Raum Zülpich, Nörvenich, Nideggen und Vettweiß nur 35 - 50 l/qm. Auf den Höhen waren es 90-100 l/qm.

Mit freundlichem Gruß an alle Leser.

Leider haben die Osterferien und mein Urlaub ein früheres Erscheinen des Rückblickes verhindert.

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