Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Oktober 2006

 

Rückblick auf einen warmen Herbstmonat


Hinter dem Oktober 2001 gehen die vergangenen vier Wochen als zweitwärmster Oktober seit mehr als 100 Jahren in die Wetterstatistik des Kreises Düren ein.


Mit Monatsmitteltemperaturen von 13,9 Grad in Zülpich und Drove, 14,1 Grad in Düren und 14,6 Grad in Nörvenich und Hoven wurden die hohen Septembertemperaturen noch einmal fortgesetzt.

Die Abweichung vom Mittelwert (1971-2000) betrug auch auf den Eifelbergen enorme +3,0 bis +3,5 Grad. Die Tendenz zu immer wärmeren Herbstmonaten setzt sich also fort. In nur 20 Jahren ist der Mittelwert um 2 Grad angestiegen; einen solchen Anstieg verzeichnete keine andere Jahreszeit.

Besonders warm war das letzte Oktoberdrittel in unserer Region. Aus Untermaubach und Düren-Hoven wurden mit 25,6 Grad noch einmal Sommertage gemeldet. Extrem warm war es auch von Nörvenich (24,5 Grad) über Vettweiß (24,6 Grad) bis Heimbach-Vlatten (24,5 Grad), aber auch für Vossenack waren 23,1 Grad richtig warm. Für das letzte Oktoberdrittel waren dies Rekorde seit min. 1937.


Erste Luft- und Bodenfröste, die eigentlich typisch sind für den Oktober, fehlten fast ganz. Die niedrigsten Lufttemperaturen aus 2 m Höhe meldeten die Tallagen von Nideggen-Embken (0,4°) und Vlatten (2,8°) am Morgen des 16. Oktober (stellenweise wurde auch Bodenfrost aus Tallagen gemeldet).


In den letzten 10 Oktobertagen traten noch erstaunliche 8 Nächte über 10 Grad auf; für unsere Heizkosten sicherlich kein Nachteil.


Auch die Sonnenscheinbilanz war sehr positiv, ohne aber die Rekorde des Vorjahres zu erreichen. Meist wurden 30-40% mehr Sonnenstrahlen am Erdboden gemessen als üblich und die Bergkuppen der Eifel waren keineswegs benachteiligt.

Hier einige Summen aus der Region: Zülpich 146 Stunden, Vossenack 126, Düren 134, Heimbach und Drove 118, Hürtgenwald-Brandenberg 109 und Nörvenich 103.


Nur an wenigen Tagen des Monats hatte der alljährliche Kranichflug eine Windunterstützung aus Nord oder Nordost. Mit dem Sturmwirbel „Xenia „ am 24. Oktober wurde das für einige Stunden anders. Auf der Rückseite des Wirbels drehte der  Wind auf Nord und es kühlte deutlich ab.

Trotz vieler Hochdruckwetterlagen konnten die Windbauer mit dem Ergebnis noch zufrieden sein, denn der Eifelföhn drehte die Räder an vielen Tagen munter rund.

Zum Abschluss des Rückblicks steht die Regenbilanz, die der aus dem Jahr 2005 stark ähnelt. In den letzten beiden Monaten gab es nämlich nur einen richtigen Regentag, den 18. September. Seither sind bis zum 9. November nur 35 l/qm im Raum Zülpich und Vettweiß (Südkreis) niedergegangen (30% des Normalwertes).

 

Der Oktober brachte im Flachland insgesamt nur 30-40 % des mittleren Regens, auf den Bergen waren es immerhin bis zu 70 %. An folgenden Beispielen (Liter /qm) sehen sie wo es besonders staubig in der Landwirtschaft zuging:

Zülpich 17 l, Düren-Hoven und Vlatten 24 l, Vettweiß 27 l, Düren und Hergarten 31 l, Drove und Nideggen 32 l, Heimbach und Nörvenich 33 l, Brandenberg 39 l, Hambach 41 l, Untermaubach 46 l, Schmidt 51 l und Vossenack 59 l/qm.


Nach kaltem Start mit ersten Schneefällen ist auch der November inzwischen wieder sehr mild und sonnig geworden. Zum Wochenende gibt es jedoch mehr Regen, Sturm und Sonntagnachmittag auch Schneeflocken in den Hochlagen.


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