Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juni 2006


Ein Juni nach Wunsch: sonnig, trocken und warm


Trotz der niedrigen Temperaturen (Bodenfrost in einigen Eifeltälern am 1. Juni)
war dieser Sommermonat ganz so wie man ihn sich vorstellt.
In der Gesamtbilanz fielen besonders die 14 Sommertage über 25 Grad (Düren) auf
(auf den Bergen oberhalb von 500 m waren es 5). Normalerweise liefert der Juni
im Dürener Land gerade mal 7 Sommertage. Ganz anders beim Thema Regen: nur 8-9
Tage lieferten spärliche Regenmengen.
Aber es war nicht nur eitel Sonnenschein. Einige Gewitterfronten zogen wie in
jedem Sommer durch das Eifelland. Besonders heftig waren die Unwetter des
letzten Junisonntags (25.). Die schwarze Böenwalze dieses Gewitters produzierte
Windhosen, verbreitet Windstärke 8-9 und Regenmengen von 25-30 Liter. Es gab
einige Schäden an Häusern, Autos und in den Gärten aber süddeutsche
Hagelverhältnisse oder starke Überschwemmungen blieben aus.

Betrachtet man das Mittel aller Temperaturen (17,4 Grad in Düren und Nörvenich)
so zeigt sich eindeutig eine positive Abweichung von +1,0 Grad in den
Niederungen und sogar +1,9 Grad auf den Bergen ab 500 m Seehöhe (Vossenack).

Die heißesten Tage des Monats wurden kurz nach Beginn der Fifa Fußball-WM am
13.6. erreicht: Untermaubach 33,7 Grad, Zülpich 32,9 Grad, Drove und Hambach
32,4 Grad, Vossenack und Düren 31,8 Grad, Nörvenich 31,5 Grad und Heimbach 31,0
Grad.

Das was jeder so positiv empfunden hat, war die ungewöhnlich hohe
Sonnenstundenzahl. Normalerweise können wir zu Beginn des Sommers im Juni mit
184 Stunden Sonnenschein rechnen. Vergessen sie diese Zahl schnell denn unsere
Junisonne erreichte den Superwert von 265 Stunden in Düren und Nörvenich, 260
Stunden in Zülpich, sowie 249 Stunden in Heimbach.
Für die Region Aachen/Düren ist das der dritthöchste Wert seit
1898. Hier die Hitliste: 1976 in Nörvenich 297 Stunden, 1950 in Aachen 288
Stunden, 2003 in Nörvenich mit 281 Stunden und jetzt 277 Stunden. Vielmehr ist
also kaum noch möglich.

Der Juni 2006 war im Eifel und Bördenland flächendeckend markant trocken. Als
Belege dienen die schon genannten wenigen Regentage
und die spärlichen Regenmengen trotz vieler Gewitter.
Nur rund um Niederzier (Tagebau Hambach) gab es am 19. Juni ein besonders
heftiges Gewitter mit enormer Regenmenge und Überschwemmungen (55 l/qm).
Hier einige Summen zum Vergleich: Düren Hoven und Obermaubach nur 24 l, Schmidt
33 l, Hergarten 35 l, Zülpich und Nideggen 37 l (57%), Düren und Vossenack 39
(65%), Nörvenich und Drove41 l (63%), Heimbach 55 l und Hambach durch das
Gewitter sogar 81 l.

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