Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juni 2022

Im Juni viel Sonnenschein und zeitweise Badewetter

 

Der erste Sommermonat Juni 2022 war rund um Düren und Jülich einer der wärmsten

der letzten 50 Jahre. Verantwortlich waren nicht nur die hohen Tagestemperaturen, sondern auch sehr warme Nächte. Die Böden blieben trotz örtlicher Gewittergüsse insgesamt zu trocken, so dass die Pflanzen Hitze- und regional auch Trockenstress ertragen mussten. Von der üblichen Schafskälte war in diesem Jahr kaum etwas zu spüren.

Die Mitteltemperaturen (Düren 18.0°, Nörvenich 18.3° und Vossenack sowie auf dem Kermeter 15.6°) waren im Vergleich zum Durchschnittswert (1991-2020) verbreitet 1,5 Grad bis 1,8 Grad zu hoch.

Dennoch waren einige Nächte zum Monatsanfang noch sehr frisch. In den Tallagen der Rureifel sanken die Lufttemperaturen bis auf 3.0° und am Erdboden sogar bis auf -1.6° (Düren). Kälter war es an der Rur in Düren zuletzt 2009 mit einem Wert von -1.7°.

Zur Monatsmitte kam dann immer wieder Mittelmeerluft mit Saharastaub ins Rheinland und es herrschte an mehreren Tagen im Dürener Land Grill- und Badewetter. Die Luft war oft schwül und auch nachts kühlte es kaum ab. Kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang überschritten die Temperaturen in den Höhenlagen 31 bis 32 Grad und im Dürener Land sogar bis 35 Grad. Hier einige Spitzenwerte:

Düren und Froitzheim 35.4°, Drove und Soller 35.3°, Vettweiß 35.1°, Kermeter 35.0°, Nörvenich 34.6°, Heimbach 34.4°, Linnich-Gevenich 34.0°, Jülich 33.8°, Schmidt 33.6° und in Vossenack 31.7°.  

Die absolut höchste Junitemperatur seit 1892 wurde in Aachen und Düren mit 36.6° am 27.6.1947 gemessen, am gleichen Tag waren es in Hochlagen der Rureifel 33.3° (gemessen in Roetgen).  

Insgesamt wurden 2022 im Juni 13 Sommertage im Rurtal bei Düren gemessen (3 Hitzetage), in Vossenack waren es 7 Sommertage (1 Hitzetage). Im Stadtgebiet Düren war sicherlich noch deutlich heißer.

Die Sonne absolvierte im ersten Sommermonat erneut Überstunden. Die Summen lagen 20-25% über den langjährigen Mittelwerten. Im Raum Düren/Jülich und in den Hochlagen gehörte der Juni 2022 zu den zehn sonnigsten Junimonaten. Hier einige Summen: 280 Stunden in Drove, 260 Stunden in Vettweiß, 258 Stunden in Düren, 251 Stunden in Nörvenich und im Raum Heimbach 233 Stunden.

Rekordhalter im Kreis Düren bleibt aber der Juni 2019 mit 300 Sonnenstunden in Jülich.

Die Regensummen waren im vergangenen Monat, bedingt durch z.T. heftige Gewitter recht unterschiedlich. Die Wetterstation auf dem Kermeter ermittelte z.B. 88 l/qm und gleichzeitig verdunsteten dort 111 l/qm und damit war die Wasserbilanz deutlich zu negativ. Kein Wunder das örtlich Wald- und Wiesenbrände ausbrachen. Vor allem die ersten drei Wochen brachten große Trockenheit mit kurzen Unterbrechungen. Die gewittrigen Niederschläge erreichten maximal 25 bis 33 l/qm in wenigen Stunden.

Zum Abschluss des Rückblicks einige Monatssummen aus dem Kreis Düren:

Linnich-Gevenich 64 l/qm, Froitzheim 69 l, Vossenack 72 l, Heimbach 73 l, Brandenberg 74 l, Schmidt 77 l, Drove 82 l, Jülich 84 l, Düren 85 l, Soller 86 l, Nörvenich und Kermeter 88 l und in Hasenfeld 96 l/qm. 

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