Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Januar 2022

Milder Januar, winterlich nur in höchsten Lagen

 

Vielen Menschen im Kreis Düren bleibt der zweite Wintermonat überwiegend grau in Erinnerung. Ruhiges Hochdruckwetter mit vielen Wolken und Nebel wechselte dabei mit turbulenten Sturmtiefs ab.

Das Jahr 2022 begann mit fast frühlingshaften Temperaturen über 10 Grad. Spitzenreiter waren Linnich-Gevenich (15,7°), Drove (15,6°), Düren (15,5°), Froitzheim (14,6°) und Heimbach (14,3°), sogar Brandenberg und Schmidt-Harscheid erlebten noch fast 13 Grad.

Im Verlauf des Monats mussten wir oft mit Dauergrau vorlieb nehmen bis Sturmtief „Nadia“ am Monatsende mit 50-70 km/h die Wolken auseinander trieb. In Düren (72 km/h am 9.1.) und Nörvenich (79 km/h am 31.1.) wurden die Höchstwerte notiert.

Die Mitteltemperaturen des Monats erreichten in den Niederungen 3,5° im Raum Heimbach, 4,1° im Raum Düren und Nörvenich, sowie 4,2° in Drove und Vettweiß. Die positiven Abweichungen vom langjährigen Mittel (1991-2020) betrugen durchweg ein Grad. Gut ein bis zwei Grad kühler war das Wetter in den Höhenlagen bei wenigen Schneedeckentagen. Oberhalb von 400 m Seehöhe schwankte die Mitteltemperatur zwischen 1,9° auf dem Kermeter, 2,5° in Vossenack, 3,0° in Schmidt-Harscheid und 3,3° in Heimbach, aber auch hier war es ein Grad zu warm.

Die niedrigsten Temperaturen des Monats wurden ohne Schneedecken gemessen:

Düren -5,5° (am Boden -9,5°), Schmidt -4,7° (-7,0°), Heimbach -4,2° (Boden -7,1°) und in Heimbach -4,2° (Boden -7,1°). Die Zahl der Frosttage schwankte zwischen den Niederungen (Düren 13 Frostnächte, Heimbach 14) und der Rureifel (Vossenack 17 und am „Wilden Weg“ auf dem Kermeter sogar 20 Frostnächte).

Niederschlag fiel im Januar vor allem zum Monatsanfang (Schmidt 18 l/qm) und zum Monatsende am 31. (26,4 l/qm in Vossenack). Im Hohen Venn und oberhalb von 600 m Seehöhe gab es am letzten Tag im Januar sogar 25 cm Neuschnee und Verwehungen. Die max. Schneedecken erreichten rund um Düren nur 2-4 cm zwischen Schmidt, Vossenack und Brandenberg.

Insgesamt fiel in den höheren Lagen deutlich mehr Niederschlag als im Dürener Bördenland zwischen Vettweiß und Jülich, was folgende Vergleichszahlen gut wiederspiegeln:    

Vettweiß 42 l, Düren-Hoven 45 l, Nörvenich 46 l, Düren 50 l, Froitzheim 53 l, Drove 54 l, Vlatten 56 l, Weisweiler 64 l, Jülich und Düttling 65 l, Linnich-Gevenich und Heimbach 66 l, Hergarten 68 l, Heimbach-Hasenfeld 74 l, Hürtgenwald-Brandenberg 88 l, Schmidt-Harscheid 90 l, Vossenack 101 l/qm  

Die Abweichungen schwankten zwischen 95 und 115% des Langzeitmittels.

Zum Abschluss des Rückblicks einige Sonnenscheinsummen aus dem Kreisgebiet. Im Gegensatz zum restlichen Deutschland waren die Summen in SW-Deutschland und im westlichen Rheinland deutlich höher. Hier einige Summen: Hasenfeld 48 Stunden, Tallage Heimbach 50 Stunden, Nörvenich 54, Düren 70, Vettweiß 74 und in Kreuzau-Drove 78 Stunden.

Bis Mitte Februar ist kein winterliches Wetter in Sicht und noch immer stehen die Mittelmeerpflanzen in den Städten und Dörfern auf den Terrassen. Auch wenn noch drei Wochen ausstehen, die Abweichung vom langjährigen Wintermittel betragen schon jetzt +1,5°.

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