Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Dezember 2020

Milder Dezember bis Weihnachten

Im ersten Wintermonat war das Wettergeschehen sehr unterschiedlich. Schneefälle gab es nur in der Rureifel zum Monatsende, dagegen mehr Sonnenschein und nur wenig Regen im Nordkreis rund um Düren und Jülich. Also alles andere als winterlich, wie zuletzt 2010.

 

Beim Blick auf die Durchschnittstemperaturen des Monats zeigen sich deutliche positive Abweichungen in allen Höhenlagen. Oberhalb von 450 bis 500 m waren es in Vossenack und auf dem Kermeter 3,3 bis 3,7 Grad im Dezember (Abweichung +2,0°) und zwischen Düren, Jülich und Nörvenich 5,2° bis 5,3° (Abweichung +1,9°). In den letzten 75 Jahren belegte der Dezember 2020 damit Platz 13 der wärmsten Dezember.

 

Große Kaltlufteinbrüche blieben im vergangenen Monat aus und die Tiefstwerte erreichten nicht einmal die Kälte des 30. Novembers, das zeigen folgende Tiefstwerte: Vettweiß und Drove -4.6°, Kermeter -3.8°, Düren -3.7°, Heimbach-Hasenfeld -3.5°, Aldenhoven und Schmidt -3.3°, sowie Nörvenich und Vossenack mit -3.1°. Da konnte man problemlos den Oleander, den Olivenbaum und den Lavendel auf der Terrasse stehen lassen. Am Erdboden wurde es im Rurtal bei Düren ohne Schneedecke -8.5 Grad kalt.

 

Spektakulärer waren die Höchsttemperaturen in diesem Jahr am 22.12. kurz vor Weihnachten. Für das letzte Monatsdrittel waren es sogar die höchsten Werte seit Heiligabend 1977. Hier sind einige Temperaturen zum Vergleich: Düren 15.1° (1977 waren es 16.5°), Hoven 14.9°, Jülich 14.3° (1977 waren es 16.9°); Vettweiß 15.5° (1977 waren es 15,5°) und in Nörvenich 15.0° (1977 immerhin 16.4°).

 

Nach ersten Schneefällen in den Hochlagen am 1.12. und einer sehr milden Phase zur Monatsmitte wurde es pünktlich zu Weihnachten kälter und Heiligabend schneite es erneut in den Hochlagen. Am ersten Weihnachtstag lagen in der Nordeifel 1-2 cm Schneedecke und zum Jahresende auf dem Kermeter 1-3 cm.

 

Nach Weihnachten ging es in der Wetterküche richtig turbulent zu. Der Luftdruck sackte innerhalb von 48 Stunden von 1027 hPa auf 978 hPa und Sturmtief „Hermine“ brachte am 27. mit Windböen von 67 bis 89 km den Ausgleich der Luftmassen.

 

Die hohe Anzahl an Sonnenstunden wurde vor allem im regenarmen Nordkreis notiert, in den Lagen oberhalb von 400-500 m blieb es durch den häufigen Niederschlag dagegen oft grau in grau. Hartnäckige Nebelfelder in den Flusstälern spielten im Düren selten eine Rolle.

Hier einige Summen der Sonnenscheindauer, die dem langjährigen Mittel entsprachen oder knapp darunter lagen wie in der Rureifel: Drove 66 Stunden, Vettweiß 60 Stunden, Düren 56, Aldenhoven 54, Nörvenich 44 und in Heimbach nur 25 Stunden.

 

Zum Abschluss des Dezember-Rückblicks noch die Niederschlagssummen des Monats zwischen Hergarten und Titz. Nur wenige Stationen blieben unter dem Mittelwert von 1981-2010, wie z.B. Vettweiß mit 38 l/qm (90 %). Andere Stationen in der Rureifel lagen knapp über dem Mittelwert, wie Vossenack mit 88 l/qm (102 %). Folgende Summen des Niederschlags waren nicht in der Lage das Defizit des Jahres 2020 aufzufüllen:

Düren 35 l, Düren-Hoven 38 l, Vlatten 48 l, Weisweiler und Nörvenich 51 l, Drove 52 l, Zülpich 54 l, Jülich 55 l, Aldenhoven und Düttling 59 l, Hasenfeld 62 l, Schmidt-Harscheid 63 l, Heimbach und Hergarten 64 l, sowie auf dem Kermeter und in Hürtgenwald-Brandenberg 66 l/qm.

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