Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick September 2020

Spätsommerlich warmer und sonniger September

Der erste Herbstmonat zeigte sich in diesem Jahr rund um Düren sehr sonnig, aber auch lange extrem trocken. Bis zum 23.9. stiegen die Temperaturen an zehn Tagen über 25 Grad und an drei Tagen sogar auf 30 bis 34 Grad. Erst zum Monatsende kam herbstliches Wetter und endlich kräftiger Regen.

 

Die Durchschnittstemperaturen erreichten in den Niederungen 15-16 Grad (Düren 15,8° und Nörvenich 16,2°). In den Höhenlagen von 400-600 m gehörte dieser September sogar zu den zehn wärmsten seit 1895 (Mitteltemperatur auf dem Kermeter 14.7°, in Vossenack 15.0°, und in Schmidt-Harscheid 15.5°). Die Abweichungen vom 30-jährigen Mittel betrugen verbreitet +1,5 bis +2,0 Grad und dies ist eine direkte Folge der extremen Hitze zur Monatsmitte. Noch wärmer waren in Düren die September 1999, 2006 und 2016 mit Monats-Mittelwerten über 18 Grad.

 

Die höchsten Temperaturen des Monats wurden überall am 15.9. gemessen, z.T. waren es sogar neue Septemberrekorde seit 1947. Hier eine kleine Auswahl der Extremwerte:

Aldenhoven 34.1°, Kermeter (Wilder Pfad) 34.0°, Düren 33.7°, Drove 33.6°, Nörvenich 33.4° (bisher Rekord 33,0° am 13.09.2016), Jülich 33.3° (Rekord am 13.09.1947 mit 34,9°), Heimbach 32.7°, Vossenack 32.4° und an der Deutschen Wetterdienst Station Schmidt-Harscheid 32.2° (Rekord bisher 31.6° am 13.9.2016).   

Fast sommerlich waren auch die Zahl von neun Sommertagen und drei Hitzetagen in den Niederungen (Düren) und noch fünf Sommertage und ein Hitzetag in Schmidt auf fast 400 m Höhe.

Ende September sanken die Tagestemperaturen deutlich und in den höheren Tallagen der Eifel gab es erste Bodenfröste (-1,8 Grad in Kalterherberg).

 

Auch im September herrschte weiter große Trockenheit, da in den ersten 23 Tagen durch andauernden Hochdruck fast kein Niederschlag fiel. Eine Umstellung der Wetterlage brachte erst zum 24.9. Tiefs vom Atlantik und ergiebige und flächendeckende Regenfälle. Die Natur brauchte das Wasser unbedingt, denn die Bäume warfen bereits Laub ab.

Den höchsten Tageswert meldete die Station Schmidt am 26. mit 33 l/qm. Trotzdem blieb der Monat insgesamt noch unterdurchschnittlich, meist fielen 75-90% des Langzeitwertes. Die hohen Verdunstungswerte verhinderten zusätzlich einen Ausgleich der Bodentrockenheit.

 

Wie üblich für sie eine Summen zum Vergleich:

Hoven und Vettweiß 37 l, Vlatten 41 l, Nörvenich und Düren 42 l, Garzweiler 43 l, Heimbach 44 l, Drove und Weisweiler 45 l, Aldenhoven und Brandenberg 46 l, Zülpich und Hambach 47 l, Hergarten 51 l,  Kermeter 52 l, Düttling 55 l, Schmidt 56 l und Vossenack 58 l/qm.

 

Der erste Herbstmonat war nicht nur trocken und warm, sondern auch noch sehr sonnig. Die positiven Abweichungen von den langjährigen Mittelwerten betrugen 10 bis 25%. Erneut profitierten die Solaranlagen deutlich mehr als die Windräder. Folgende Sonnenscheinsummen liegen mir bereits vor: Aldenhoven 223 Stunden, Drove 217, Vettweiß 210, Düren 205, Nörvenich 192 und in der Tallage von Heimbach 167 Stunden. Diese Monatssummen lagen noch deutlich unter den Septemberrekorden aus den Jahren 2016 und 1959. Damals meldete Düren 239 Stunden (2016), Nörvenich 231 (2003) und Jülich 266 Stunden (1959).

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