Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick April 2019

Viel Sonne, wenig Regen im warmen April

 

Der milde April orientierte sich in allen Belangen am Vorjahresmonat ohne den Rekordmonat April 2018 zu übertreffen.

Beginnen wir den Rückblick mit den Durchschnittstemperaturen. In Nörvenich wurden 10,6° erreicht, im Raum Düren und Jülich wurden 10,2°, in Heimbach 9,1 Grad und in Vossenack 8,8°. Die Abweichungen vom Mittelwert (1981-2010) betrugen im Flachland +0,8° und in der Rureifel +1,3°.

In der ersten Monatshälfte regierte Hoch „Katharina“ mit viel Sonnenschein und milden Temperaturen. Zur Monatsmitte kühlte es dann deutlich ab bevor die Ostertage fast sommerliches Frühlingswetter präsentierten. Zu Karsamstag (20.) gab es den ersten Sommertag des Jahres in Düren mit 25 ° (Aldenhoven 25,4°). Bei sehr geringen Luftfeuchtewerten zwischen 20 und 25 % herrschte an allen Ostertagen herrliche Fernsicht bei verbreitet 21-25°.

Die niedrigsten Temperaturen wurden in den Nächten vom 11. bis 15. April notiert: Heimbach und Vossenack -2.1° und im Dürener Rurtal -1,9°. Auch am 28. und 29.4. mussten sich die Landwirte neuerlicher Bodenfröste bis -2° selbst in den Niederungen erwehren (hoch gelegene Täler sogar -5° Bodenfrost). Nicht alle Blüten werden die häufigen Frostnächte überlebt haben. Die Beobachter im Flachland zählten 4-6 Luftfrostnächte (2 m Höhe) und gleich 13 Bodenfrostnächte im Rurtal bei Düren.

Im Vergleich zum Klimamittel 1961-1990 war dieser April im Rheinland der dreizehnte warme Monat in Folge. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 gab es das noch nie.

Der blaue Himmel dominierte den April und folglich gab es viel Sonnenschein, wie schon im April 2018. Im Schnitt lagen die Summen 40-60 Stunden über den Langzeitwerten. Hier einige Beispiele: Aldenhoven 230 Stunden, Kreuzau-Drove 209, Vettweiß, Schmidt und Düren 205, Nörvenich 200, Hasenfeld 186 und in der Tallage Heimbach 175 Stunden.

Die Trockenheit der vergangenen Monate konnte im April 2019 nicht ausgeglichen werden. Staubwolken über den Feldern und überall sterbende Bäume in den Gartenanlagen. Der April war noch trockener als der im Vorjahr und dieser Trend zur Trockenheit lässt sich für den Monat April sogar 10 Jahre zurückverfolgen. Im Kreis Düren wurden kaum Unterschiede in den Niederschlagssummen festgestellt, Gewitter waren noch selten (nur am 8. und 24. April).

Hier einige Monatssummen für ihren Vergleich:

22 l/qm in Vettweiß und Schmidt, 23 l in Brandenberg und Drove, 25 l in Vlatten, 26 l am Tagebau Hambach, 28 l in Nörvenich, 29 l in Heimbach und Düren, 30 l in Hergarten, 31 l in Vossenack und Düttling sowie 37 l an der Kalltalsperre.

Nur 30-60 % der durchschnittlichen Durchschnittswerte wurden erreicht.

Winterlicher Schneefall im April ist keine Seltenheit, in diesem Jahr gab es nur einen Tag mit Schneedecke. Am Palmsonntag (14.) lagen um 8 Uhr im Südkreis örtlich 1- 2 cm.


 

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