Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick November 2018

November hatte zwei Gesichter- Trockenheit aber fortgesetzt

 

Die außergewöhnliche Serie zu trockener, sonniger und warmer Monate wurde auch im November fortgesetzt. Noch nie seit Messbeginn vor 140 Jahren in Nordrhein Westfalen waren die Monate Januar bis November so trocken. Bis zur Monatsmitte blieb es im Kreis Düren sogar spätsommerlich warm, dann verkündeten vorbeifliegende Kraniche nahende Fröste und erste Schneeflocken.

Mit einer Mitteltemperatur von  7,1° in Jülich, 6,9° in Nörvenich, 6,6° in Düren, 5,5° in Heimbach, 5,7° in Vossenack und 5,2° auf dem Kermeter war es in den Niederungen 0,1 bis 0,5° zu mild, auf den Bergen sogar 1,3° bis 1,5°. Gerade in den Tallagen traten viele Fröste auf und reduzierten damit das langjährige Mittel.

Die spätsommerlichen Höchstwerte bis zum 14.11.  waren sehr ungewöhnlich. Am 6. und 12. November wurden folgende von Föhnwinden unterstützte Werte notiert:

20,3° an der Kläranlage Nörvenich, 19,5° in Heimbach-Hasenfeld, Hergarten und Vettweiß, 18,9° in Drove, 18,7° auf dem Kermeter bei nur 44% Luftfeuchte, 18,5° in Kreuzau-Bergheim, 18,1° im Dürener Rurtal, 17,9° in Vossenack, 17,7° in Heimbach und Vlatten, 16,7° in Schmidt und nur 15,8° in Jülich und Langerwehe,

Für das zweite Novemberdrittel waren dies örtlich die höchsten Werte seit 1945. Im Raum Düren-Jülich lagen die bisherigen Rekorde bei 19,6° in Jülich am 16.11.2006 und 19,1°  in Düren am gleichen Tag.

Die zweite Monatshälfte war dann zehn Grad kälter als die erste. Eisige Ostwinde brachten erste Fröste und Schneefälle. Am 18. und 19. November sanken die Nachtwerte auf -2° bis -6°, im Rurtal westlich von Düren wurden am Boden sogar bis -9,4° erreicht. Die Zahl der Frosttage lag zwischen 9 in Düren und 12 in Heimbach, Schmidt schaffte nur 4 und Vossenack 6 Frosttage.

Am 18. und 19. gab es auch erste Schneeflocken im Flachland und 1-2 cm Schneedecke im oberen Nationalpark.

Besondere Stürme gab es im November 2018 nicht. Nur örtlich wurden Böen bis Stärke 8 notiert, so z.B. in Langerwehe mit 65 km/h.

Ausgesprochen trüb war der November in diesem Jahr nicht. Die Sonnenscheinsummen zählten sogar zu den vier höchsten seit 1951.

Hier einige Summen zum Vergleich: Langerwehe 116 Stunden, Vettweiß und Jülich 108 Stunden, Drove 107,  Düren 105, Nörvenich 95, Kreuzau-Bergheim 94, Heimbach 86 und Hasenfeld 80 Stunden. Die Abweichungen vom Mittelwert betrugen 120 bis 135 %, noch mehr Novembersonne wurde zuletzt 1983 und 2011 gemessen.

Das wichtigste Thema des Monats aber war der seit Monaten fehlende Niederschlag. Im Vergleich zum langjährigen Mittel kam im Kreis Düren nur ein Drittel des Niederschlags vom Himmel. 

Folgende Summen teilten mir die Beobachter mit:

Düren-Hoven und Bergheim 12 l/qm, Vettweiß 13 l, Nörvenich und Drove 16 l, Düren und Obermaubach 17 l, Hasenfeld und Vlatten 18 l, Jülich 19, Kermeter und Hambach 20 l, Schmidt 21 l, Heimbach, Schwammenauel  und Langerwehe 22 l, Brandenberg und Hergarten 23 l sowie Vossenack 29 l/qm.  

Verbreitet gehörte dieser November im Kreis Düren zu den zehn trockensten seit 1891. Besonders regenarm waren bisher die November 2011 mit 0 l/qm in der Kreisstadt Düren und 2 l in Jülich, gefolgt von 1931 mit 7 l/qm in Düren.  

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