Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick November 2017

Trüber und milder November

 

Laut Wetterstatistik war der vergangene November sehr sonnenscheinarm und mild, der Herbst war sogar einer der wärmsten der letzten 120 Jahre. Immer wieder schoben Tiefdruckgebiete dichte Wolken in unsere Region, die Sonne hatte daher nur selten den Durchblick.

 

Schauen wir zunächst auf die Durchschnittstemperaturen von 6,1° (in Heimbach) über  6,7° (in Jülich) bis 6,8° (in Düren) und 6,9° in Kreuzau-Drove. Die Abweichungen vom Langzeitwert waren allesamt positiv und erreichten +0,5° bis +1,0°. Mit der Höhe sanken die Mittelwerte noch einmal deutlich ab: Kermeter Rureifel (4,5°), Vossenack (5,0°) und Schmidt (5,7°), auch hier war es zu warm. In den Wetterannalen der Kreisstadt Düren belegte dieser November den 23. Platz der wärmsten November seit 1937. Den Spitzenplatz belegt der November 1994 mit 9,9° in Jülich (Düren 10,2°).

 

Der kleine sogenannte „Allerheiligen-Sommer“ brachte in diesem Jahr genau zum 1.11. die höchsten Temperaturen. Eine Eifel-Föhnlage begünstigte besonders den Kreis Düren und die Rureifel. Hier einige fast spätsommerliche Werte:

20,5° in Heimbach-Hasenfeld, 18,9° in Niederzier-Hambach, 17,1° in Heimbach, 17,0° auf dem Kermeter am Wilden Pfad, 16,6° in Jülich, 16,4° in Linnich, 16,2° in Drove und Aldenhoven sowie 16,0° in Vettweiß und Düren. Der Eifelföhn hat im November 1983 und 2014 schon Werte bis 22,8° im Südkreis rund um Vettweiß geschafft.

 

Große Kaltlufteinbrüche blieben im vergangenen Monat aus. Die ersten Luftfröste bis in die Niederungen wurden am 7.11. gemessen und am 12.11. gab es die erste Schneedecke (bis 1 cm) in den Hochlagen der Rureifel. Die niedrigsten Lufttemperaturen des Monats konnten die Wetterbeobachter am Morgen des 30.11. ablesen:

-2,3° in Hergarten, -2,2° in Heimbach, -1,7° in Vettweiß, -1,4° in Düren und auf dem Kermeter, -1,2° in Drove und Nörvenich, -0,8° in Schmidt, -0,7° in Aldenhoven sowie -0,6° in Vossenack. Am Erdboden sanken die Werte im Rurtal bei Düren bis -5,5° am 30. November. Der November hat in den letzten 125 Jahren deutlich kältere Novembertage hervorgebracht, wie z.B. -9,5° im Jahr 1965 in Elsdorf bei Jülich. Rekordhalter in Aachen ist der 28.11.1890 mit extremen -13,2°.

 

Zu niedrig fielen die Sonnenscheinsummen des Monats aus (90% des Mittels). An 8 Tagen versteckte sich die Sonne sogar den ganzen Tag rund um Düren. Hier einige Summen aus dem Kreisgebiet:

Drove 76 Stunden, Aldenhoven 73, Vettweiß 70, Düren 68, Jülich 64, Nörvenich und Schmidt 58 und in der Tallage von Heimbach 49 Stunden. Im Jahre 1912 wurde der bisherige November-Minusrekord von gerade 13 Sonnenstunden im Raum Aachen-Düren gemessen.

 

Nur selten zeigte der November in diesem Jahr sein stürmisches Gesicht,  so z.B. am 23.11. mit Böen der Stärke 8 bis 9. 72 km/h in Nörvenich, 74 km in Düren, 76 km im Raum Aldenhoven, 78 km in Jülich, sowie 87 km/h am Tagebau Hambach.

 

Hinsichtlich der Niederschläge war besonders die zweite Monatshälfte sehr ergiebig,

Hochdruckwetterlagen blieben eine Fehlanzeige. Folgende Monatssummen addierten die Beobachter:

Vlatten 42 l, Vettweiß 44 l, Drove, Hergarten und Linnich 53 l, Heimbach 54 l, Düren 55 l, Nörvenich und Jülich 58 l, Kermeter 62 l, Brandenberg 67 l, Hambach 68 l, Schmidt 69 l und Vossenack 89 l/qm. Die Abweichungen vom Mittelwert 1981-2010 betrugen z.T. +10%.

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