Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick September 2017

Zum Herbstauftakt ein kühler September

 

In der Wärmebilanz belegte der September 2017 in den vergangenen 80 Jahren in Düren nur Platz 27, damit gehört er zum kältesten Drittel aller Septembermonate. Von Altweibersommer war nichts zu spüren, dafür beherrschten Wolken, Regenschauer und kühle Nordseeluft das Geschehen. Im Gegensatz zum sommerlichen September 2016 mit Temperaturen bis 33 Grad sorgte dieser Monat 2017 für wahre Herbstgefühle, sonnige und warme Tage gab es nur vereinzelt. Stabile Hochdrucklagen gab es fast gar nicht, erst zum Monatsende besserte sich die Wetterlage ein wenig.

Die Abweichungen der Monatsmitteltemperatur vom Langzeitwert waren im September allesamt negativ (0,5° bis 1,0° zu kalt), hier einige Beispiele:

Nörvenich 14,3°; Langerwehe 14,2°; Düren und Linnich 14,1°; Vettweiß und Drove 14,0°;  Hasenfeld 13,7°; Heimbach und Schmidt 12,8°; Vossenack 12,0°  und auf dem Kermeter am Wilden Pfad nur 11,8°.

Nur ein bis zwei Sommertage (05. und 29.) waren uns im vergangenen Monat vergönnt und das auch nur in den Niederungen rund um Düren, so z.B. bei 26,4° in Vettweiß oder 25,3° in Düren und Langerwehe. Im vergangen Jahr waren es unglaubliche 14 Sommertage.

Auch die Sonnenscheinbilanz litt unter der wechselhaften Witterung, es war bereits der fünfte Monat in Folge mit unterdurchschnittlichen Sonnenscheinsummen. Die negativen Abweichungen betrugen im September 10-20 %, hier einige Daten aus dem Kreisgebiet:

Drove 167 Stunden, Langerwehe 165, Vettweiß und Zülpich 156, Düren 154, Nideggen-Schmidt 141 und in der Tallage von Heimbach 128 Stunden.

Nach sehr trockenem Winter und Frühling, holte die Natur im Sommer mit überdurchschnittlichen Regenmengen einiges wieder auf. Diese Tendenz wird anscheinend auch der Herbst beibehalten. Die Regensummen lagen im September 5 bis 25% über den Langzeitwerten und viele Orte meldeten den dritten zu nassen Monat in Folge.  Hier einige Summen für sie zum Vergleich:

Linnich-Gevenich 81 l/qm, Hürtgenwald-Brandenberg 77 l, Obermaubach Stausee 75 l, Langerwehe 72 l, Drove und Kermeter 71 l, Düren 70 l, Nideggen-Schmidt, Hergarten und Hambach 67 l, Hasenfeld 65 l, Heimbach, Hoven und Nörvenich 62 l, Vlatten 59 l und in Vettweiß nur 51 l/qm.

Der erste Herbststurm des Jahres hieß „Sebastian“ und verursachte am 13./14. September nur kleinere Schäden. Bei Windstärke 8 bis 9 wurden 69 bis 87 km/h erreicht. Am heftigsten waren die Böen entlang der A4 bei Langerwehe und Eschweiler mit 87 km/h, in Düren an der Rur mit 83 km und in Nörvenich bei 80 km/h.  

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