Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick August 2017

Kein stabiles Sommerwetter im August

 

„Zu nass und zu wolkig für einen Sommermonat bei durchschnittlichen Temperaturen“, so könnte man den August 2017 umschreiben. Anhaltende Hitze oder Trockenheit fehlten ganz. Nur im Flachland gab es einen einzigen Hitzetag über 30 Grad (das langjährige Mittel weist in Düren vier solcher Tage auf).

Schauen wir auf die aussagekräftigen Monatsmitteltemperaturen so zeigen sich nur leichte positive Abweichungen zum Mittelwert 1981-2010:

Nideggen-Schmidt 17,1° (Abweichung +0,7°)

Jülich 17,7° (Abweichung +0,1°)

Düren und Vettweiß 18,1° (Abweichung +0,1°).

 

Ursache für den schlappen August waren häufige Tiefdruckgebiete mit Regen und kühler Meeresluft. Sommertage über 25° blieben die Ausnahme. Rund um Düren wurden nur 8-9 Sommertage notiert (Mittelwert 13). Der Kermeter schaffte sieben Sommertage und Vossenack vier.

 

Wie im gesamten Rheinland, so war auch im Kreis Euskirchen die Sonnenscheindauer niedrig. Der wechselhafte Gesamteindruck lässt sich hier in Zahlen (Sonnenstunden) erfassen und weist z.T. erhebliche Defizite auf:

  • Aldenhoven 200 Stunden;
  • Kreuzau-Drove 188 Stunden;
  • Zülpich/Vettweiß 183 Std. (Mtl. 192);
  • Düren 172 Std. (Mtl.182);
  • Jülich 169 Std. (Mtl. 195);
  • Nörvenich 167 Std. (Mtl. 204);
  • Schmidt 158 Std. (Mtl. 188);
  • Heimbach 152 Stunden.

Seltener Sonnenschein aber häufige Regenschauer, das ist eine Kombination die in den Sommerferien nicht gerade für Freudensprünge sorgt.

 

Erst einen Tag vor dem Schulstart wurde die 30 Grad Marke zum ersten Mal im August überschritten und endlich gab es noch mal volle Schwimmbäder. Die Höchstwerte im Kreisgebiet schwankten am 29.08. je nach Höhenlage um bis zu vier Grad:

Vossenack 28,9°; Schmidt 29,8°; Wilder Pfad Kermeter 30,2°; Hergarten 30,5°; Nörvenich 30,8°, Düren 31,8° sowie Jülich und Vettweiß mit 32,2°.

 

Die Niederschlagssummen lagen deutlich über den Mittelwerten, regional waren die Unterschiede durch Gewitter sehr groß. Massive Unwetterschäden blieben aber in diesem Jahr weit genug vom Kreisgebiet entfernt. Große Tagessummen über 20 l/qm waren selten.

Hier zu ihrer Information einige Regensummen des Monats (Abweichung 40-70% über den Mittelwerten):

Kermeter 56 l/qm, Düren-Hoven 59 l, Hambach 60 l, Linnich-Gevenich 64 l, Aldenhoven 67 l, Nörvenich und Vettweiß 72 l, Jülich und Schmidt 75 l, Drove 80 l, Zülpich 83 l, Heimbach 87 l, Düren 88 l, Brandenberg 90 l, Hergarten 95 l und Vossenack 100 l/qm. 

Auch der September scheint nach kurzer Erwärmung nicht das zu liefern, was wir von ihm erwarten. Die 16 Tage Vorhersage zeigt bis zum 20.9. viel Regen, Sturm und kaum noch einmal 20°.

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