Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juli 2007


Das Wetter vermieste den Ferienmonat Juli


 

Ganz anders als im Vorjahr verlief der diesjährige Sommermonat Juli 2007.
Die ausgesprochen niedrigen Luftdruckwerte bis zum 10. Juli ließen nach der Siebenschläferregel schon Schlimmes befürchten. Inzwischen ist diese Befürchtung eines schlechten Hochsommers Wahrheit geworden und auch die beiden heißen Tage am Wochenende vor dem Schulstart (6. August) konnten uns nicht versöhnen.


Zum ersten Mal seit 12 Monaten lag ein Monatsmittel wieder unter dem langjährigen Durchschnitt.
Düren erreichte ein Temperaturmittel von 18,0 Grad und damit war der Monat 0,3 Grad zu kalt. Am Süd- und Nordende des Kreises Düren war es um einige Zehntel kälter: Zülpich 17,8 Grad, Heimbach 16,6 Grad. Im Dreieck Vettweiß, Nörvenich und Kreuzau-Drove wurden auch Mittelwerte von 18,5 bis 18,8 Grad gemessen.

Der Juli präsentierte sich meist durchwachsen und selten stellte sich andauerndes Hochdruck- oder Sommerwetter ein. Gut nachvollziehen kann man das an der Zahl der Sommertage über 25 °. Zwischen Zülpich (11 Tage) und Düren (9 Tage) wurden zu wenig dieser Badetage registriert (im vergangenen Jahr 30 Sommertage). Auf den Bergen rund zwischen Schmidt und Vossenack waren es nur 3-4 Badetage im ganzen Juli.
Für die Landwirte im Dürener Land war diese Situation mitten in der Getreideernte ein Spießrutenlauf. Mähdrescher raus, 2 Tage schneiden, Regen, 2 Tage Wartezeit und dann erneut schneiden usw..


In den Lagen oberhalb von 400m stand bis zum letzten Wochenende (5.8.) noch viel Korn auf dem Halm, in den Niederungen sind es nur noch einige Restfelder. Nach der Trockenheit im April, den Unwettern im Mai und Juni und der Regenhäufigkeit im Juli macht es in diesem Jahr weniger Spaß Landwirt zu sein. Aber im Vergleich zur Hitze in Südosteuropa und den Überschwemmungen  in England müssen wir noch zufrieden sein.


Den bisher heißesten Tag des Sommers 2007 präsentierte der Juli auf höchst unangenehme Weise. Die Temperaturen schossen innerhalb von 48 Stunden von 21 auf fast 35 Grad im Kreis Düren hoch. Den Sonntagnachmittag (15. Juli) konnte man bei brütender Hitze nur im Schwimmbad, im Keller oder mit Klimaanlage im Auto ertragen. Die Rekordhalter dieses Tages waren: Jülich und Hambach mit 34,9 Grad, Nörvenich und Vettweiß 35,3 Grad, Zülpich mit 35,4 Grad, Düren mit 35,5 Grad, Düren-Hoven mit 36,1 Grad und Kreuzau-Drove 36,2 Grad.


Die Sonnenstundenzahlen des Kreises Düren lagen über dem Durchschnitt, verteilten sich aber sehr unterschiedlich: 191 Stunden im Rurtal bei Heimbach und in Jülich, 205 Stunden in Zülpich und 227 Stunden in Nörvenich.

Die kurzen sommerlichen Phasen wurden oft von atlantischen Tiefausläufern aus Westen unterbrochen. Am 20. Juli zog sogar ein Sturmtief mit nur 995 hPa Luftdruck und heftigen Böen der Stärke 7-8 über das Eifelland. Oberhalb von 600 m wurden noch höhere Werte entlang der belgischen Grenze gemessen. Ursache war ein heftiges Kaltluftgewitter: Kalterherberg 100 km/h (Stärke 10).

Auch der Start in die letzte Sommerferienwoche wurde mit polarer Kaltluft angereichert. Die Tiefstwerte von 5-6 Grad in der Luft und 2 Grad am Erdboden ließen die Herbstkühle über den Feldern und Wiesen schon erahnen. Aus dem oberen Rurtal meldete Kalterherberg Bodenfröste bis –1,5 Grad. 

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