Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick September 2013

 

September sehr nass und selten spätsommerlich

Trotz der heißen Tage zum Monatsanfang und dem sonnigen Ausklang war der Herbstauftakt in diesem Jahr in unserer Region keineswegs gelungen. An vielen Orten war es so trüb wie lange nicht mehr und 14 Tage gab es bei regnerischem Wetter einen Vorgeschmack auf die dunklen und kühlen Tage des Spätherbstes. Die monatliche Mitteltemperatur erreichte in Vossenack einen Wert von 12,6 Grad, in Schmidt 13,6 Grad und in Düren 14,5 Grad. Damit betrug die negative Abweichung 0,5 bis 1,0 Grad, der September war zu kalt. Und dabei hatte es so viel versprechend warm begonnen, z.T. sogar rekordverdächtig heiß am 5. und 6. September. Mit 34,0 Grad wurde in Vettweiß und Nörvenich die höchste Septembertemperatur seit 1949 beobachtet. Meist lagen die Maximalwerte zwischen 30 und 33 Grad, das ist selten besonders auf den Eifelhöhen (hier 30,2 Grad in Vossenack).

 

Mit 3-4 Sommertagen rund um Düren wurde das normale Soll erreicht. Die niedrigsten Temperaturen des Monats konnten die Wetterbeobachter am 30.9. messen. Das Rurtal bei Heimbach war mit einer Lufttemperatur von 1,7 Grad kältester Ort. Am Erdboden meldeten einige Talstation Bodenfrost bis -3 Grad (Düren -0,5 Grad), nichts außergewöhnliches für Ende September. Die Sonnenscheinbilanz des Monats ließ zu wünschen übrig (-10%), besonders in den Niederungen. Folgende Summen wurden im Kreis Düren erreicht: Langerwehe und Drove 173 Stunden, Düren 166, Zülpich 151, Schmidt 140, Heimbach 110 und Vossenack 83 Stunden.

 

Als Ursache für die sonnenarmen Tage dürften die vielen Tiefdruckgebiete zur Monatsmitte genannt werden. Zum Monatsende hin setzte sich dann aber endlich ein Hoch mit sonnigem Wetter durch, so wurde die „gefühlte“ Bilanz wenigstens verbessert. Vom 7.-19. September regnete es täglich und damit wurde die Niederschlagsbilanz deutlich überdurchschnittlich gestaltet, eigentlich untypisch für diesen Monat. Nach der zweitägigen Hitzewelle fiel am 7.9. sogar mehr Regen als in den sechs Wochen vorher (verbreitet 30-50 l/qm). Die Monatssummen des Niederschlags lagen um 20-40% über den langjährigen Mittelwerten.

 

Für unsere Leser hier als Auswahl die niederschlagreichsten und trockensten Stationen: - Vossenack 108 l/qm, Niederzier-Hambach 94 l sowie Hergarten 86 l/qm - Vettweiß 62 l, Zülpich 67 und Düren 72 l/qm Es scheint so als habe der Oktober mit herrlichen Farben der Blätter und viel Sonnenschein die Defizite des Septembers wieder aufholen wollen. In den kommenden Tagen ist damit aber erst Mal Schluss. In der Nacht von Freitag zu Samstag in dieser Woche kann es sogar Schneeregen oder Schneefall bei zwei Grad in den höchsten Lagen geben. Also unbedingt an die Winterreifen denken.

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