Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick März 2010


Oft winterlicher, selten frühlingshafter März


Summa summarum konnte sich der erste Lenzmonat so gerade noch sehen lassen, leider fehlten aber die längeren andauernden Frühlingstage. Viele Tiefdruckgebiete zum Monatsbeginn gaben dabei einen Vorgeschmack auf die vorgezogenen Aprillaunen. Mit einer kalten ersten Monatshälfte - Schnee und Frost wollten gar nicht weichen - und ersten warmen Tagen ab dem 17.3. wurde dieser März als Brückenmonat zwischen Winter und Frühjahr seiner Aufgabe gerecht.


Mit einer Abweichung von 4 - 5 Grad war die Witterung bis zur Monatsmitte sehr winterlich. Über die zugefrorene Ostsee drang mit einer östlichen Strömung immer wieder Polarluft bis in die Eifelregion und das Dürener Land. Noch vom 6. bis zum 13. März lag im Raum Kalterherberg eine Schneedecke bis maximal 18 cm (Lammersdorf 15 cm, Vossenack 12 cm und Heimbach 9 cm). Am 6. März lag der gesamte Kreis Düren unter einer Flockendecke (Nörvenich 5 cm, Düren 3 cm). 


Die kältesten Nächte (– 7 bis – 10 Grad) wurden zu dieser Zeit über den Schneedecken vom 7. bis 10. abgelesen: 
Aldenhoven – 7,0 Grad, Vettweiß – 7,6 Grad, Düren – 8,6 Grad, Zülpich, Vossenack und Schmidt – 10,0 Grad sowie Heimbach –11,6 Grad. 
Am Erdboden wurde im Rurtal bei Heimbach sogar -14,1 Grad am 8. März gemessen. Mit 11 bis 13 Frostnächten gehörte dieser März zu den „heizungsunfreundlichen“ Monaten.


Zum Glück drehte das Wetter im letzten Monatsdrittel und endlich konnte man Frühlingsluft schnuppern. Am 21. stiegen die Thermometer im Rurtal sogar bis auf 22 Grad zwischen Kreuzau, Düren und Niederzier. 
In der Summe aller Temperaturen blieb der März aber ein wenig zu kalt (Mittelwert in Aachen 6,1 und in Vossenack 3,7 Grad).
Besonders an der Sonnenscheindauer ist der Wolkenstau an der Nordseite der Eifel im Dürener Bördenland ablesbar. Insgesamt aber ließ sich die Sonne 10 –20 % öfter sehen als normal. 


Hier einige Summen und die Abweichung vom Märzmittel: 
Drove 151 Stunden, Aldenhoven und Düren 141 Stunden, Nörvenich 134 Stunden, Zülpich 131 Stunden und Heimbach 111 Stunden, .
Nach den trüben Wintertagen signalisierten in der zweiten Monatshälfte Wärme und Sonnenstrahlen den Aufbruch in den Frühling. Der 14-tägige Vegetationsrückstand wurde inzwischen aufgeholt. Sogar an der Perlenbachtalsperre blühten nach Ostern bereits die ersten Narzissen auf den Südhängen. Auch die Schwalben kamen am 2. April so früh wie seit 5 Jahren nicht mehr. 
Am 31.3. wurde der erste Frühlingssturm mit verbreiteten Böen der Stärke 8 - 9 notiert. Schäden wurden allerdings nicht bekannt.
Wie üblich zum Abschluss der Blick auf die meist negative Niederschlagsbilanz des Monats (10-35 % weniger als im Mittel). 
Die trockensten Orte im Kreis Düren waren Vettweiß, Nörvenich und Düren mit 42 l/qm. Der meiste Niederschlag fiel in Vossenack mit 68 l/qm.


Die warmen Tage nach Ostern waren nur eine kurze Episode. An 2. Aprilwochenende kann es bei Tageswerten von 7 -10 Grad wieder Nachtfrösten bis in die Niederungen. Bis zum kommenden Wochenende bleibt es eher kühl aber trocken. Temperaturen von 20 Grad sind eine Rarität.

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