Wetterrückblicke von Andy Holz

Jahresrückblick 2016 von Andy Holz

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 geht dem Ende entgegen und es wird Zeit mal auf die (vorläufigen) Jahreswerte von 2016 zu schauen. Das Jahr startete in der Region unwinterlich und sehr mild im Januar. Wir mussten bis Monatsmitte warten, ehe die erste winterliche Phase des Winters 2015/2016 sich einstellte. Das Hohe Venn verwandelte sich am 16. Januar in eine tolle Winterlandschaft bei -5 Grad Tageshöchsttemperatur und 25 cm Schnee, die Witterung hielt bis zum 20. Januar, ehe Tauwetter und sehr milde Luft durchsetzte. So wurde es am 25. Januar wieder extrem mild mit 14 Grad in Vossenack, 11 Grad im Hohen Venn und sogar 18.3 Grad in Geilenkirchen (Januarrekord), während eine Woche zuvor in Küchelscheid und Elsenborn -17 Grad kalt wurde. Insgesamt ein zu milder Januar, wenn auch nicht mehr so gravierend wie der Dezember 2015.

Der Februar legte einen usseligen, nasskühlen, oft nasskalten Start hin mit Regen, Graupel, Schneeregen und vorallem auch Stürme um die Karnevalszeit, ehe sich zu Monatsmitte die nächste winterliche Phase einkehrte für ein paar Tage. Schon im letzten Februardrittel kehrte das usselige Wetter zurück, ehe der Februar in einer Hochdruckwetterlage endete. Insgesamt ein nasser und zu milder Monat. Der März legte hingegen wieder einen winterlichen Start hin mit zahlreichen Schneeschauern. Im hohen Venn summierte sich die Schneedecke auf 37 cm, während es unter 500 Meter zu mild blieb für eine längere Schneedecke. Der März schluderte hin und her und sorgte für immer wieder nasskühle Phasen, teils auch freundliche und trockene Phasen. Frühlingsgefühle kamen dabei nicht auf, da oberhalb 400 Meter 29 von 31 kalte Tage registriert wurden (Tmax<10.0°C). Ein zu kalter und vom Niederschlag ein ausgeglichener Monat.

Der April war insgesamt ebenfalls ähnlich wie der März, nur auf einem leicht höheren Niveau, der dem Sonnenstand geschuldet ist. Wechselhafte und freundliche Phasen wechselten sich miteinander ab, warme Phasen gab es keine, denn 20 Grad wurden verbreitet nicht erreicht. Ende April setzte der Winter nochmals ein Zeichen und die Zeit vom 24. April bis 28. April gab es jeweils morgens immer wieder die Schneedecke zwischen Vossenack und hohes Venn. Der April geht zu kühl und vom Niederschlag ausgeglichen über die Bühne. Der Mai startete usselig nasskalt, ehe dann am Himmelfahrtswochenende (5-8. Mai) eine schöne und sonnige Wetter sich durchsetzte. Die Temperaturen erreichten frühsommerliches Feeling mit 23 bis 27 Grad, ber das Aprilwetter setzte sich dann wieder durch mit etwas wärmeren und teils auch kalte Phasen. Am 15. Mai wurden oft nur 5 oder 6 Grad Höchsttemperatur erreicht. Ende Mai wurde es langsam wieder wärmer, aber es begann eine Phase mit langsamziehenden Gewittern, hohen Niederschlagsmengen, Hagelmassen und auch Tornados, wobei ich einen Tornado am 27. Mai live dokumentieren konnte bei Hürtgenwald. Die Unwetterphase hielt bis zum 7. Juni an, nur es wurde wärmer mit 24 bis 29 Grad, aber die Gewitter wurden kräftiger. Rock am Ring fiel aus am Sonntag, der Samstag ins Wasser und am Freitag im Geblitze und leider mit Folgen. An manchen Ecken fielen innerhalb 2 Stunden 100-150 l/qm Niederschlag, manche Orte blieben auch völlig trocken. Teils fielen über 30 cm Hagel. Diese Unwetterphase ging dann in eine längere unbeständige Frühsommerphase über und es regnete oft jeden Tag, besonders auch im Hochsommermonat Juli. In einer typischen Westströmung gab es dann bis Mitte August immer wieder Fronten, Regen, Gewitter, kurz Wärme und lange kalte Phasen. Am 23. Juni gab es verbreitet 28 bis 34 Grad und am 20. Juli sogar 30 bis 36 Grad. Dazwischen gab es viele Tage mit unter 20 Grad und man meinte der Sommer 2016 ist gelaufen und für in den Mülleimer. Von der Durchschnittstemperatur waren die Tage insgesamt aber völlig normal, teils auch zu warm, weil auch die Nächte wärmer waren (durch Wolken).

Erst im letzten Augustdrittel, als die Schule wieder startete, kam der Hochsommer im Spätsommer. Die heißesten Tage des Jahres brachten oft über 30 Grad mit und am letzten Augustwochenende wurde es an der Mosel 38 Grad heiß, selbst in Bitburg reichte es für 36 Grad, 34 Grad in Schmidt und 33.3 Grad in Vossenack. Selbst Mützenich hatte noch 31 Grad zu bieten. Der Sommer blieb dann auch bis Mitte September und es gab nur wenige Unterbrechungen, ehe Mitte September der neue sommerliche Höhepunkt anstand. Am 13. September wurde es verbreitet 29 bis 34 Grad heiß, mehr geht im September nicht und es breitete sich Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr aus. Nach einem viel zu nassen Juni, wurde es im Sommerverlauf immer trockener mit einem viel zu trockenen und zu warmen, sowie sonnigen September. So fand der Sommer 2016 doch noch ein versöhnliches Ende und hatte verbreitet genauso viele Sommer- und Hitzetage wie 2015. Hier ein paar Orte (Sommertage/Hitzetage): Mützenich (13/4), Vossenack (22/8), Brandenberg (28/10), Gemünd (32/10) und Drove in der Voreifel (58/17).

Der Oktober, der November und der Dezember fielen insgesamt ruhig aus, wobei der Oktober was nasser war als sonst und die Trockenheit im November und Dezember zurückkam. Immer wieder gab es längere Hochdruckwetterlagen, ähnlich wie schon im Spätsommer. Im Oktober gab es mal kältere Luft aus Russland und auch mal trübere Tage, so das er auch was zu kalt ausfiel. Im November und im Dezember gab es immer wieder stabile Hochdrucklagen mit Sonne, Hochnebel/Nebel im Wechsel. Niederschläge hatten kaum Chancen und auch der Winter blieb fern. Nur am 10. November sorgte Tief JULIA am Abend für 10 cm Schnee, der am darauffolgenden Tag wieder verfloss. Sonst war es in Sachen Schnee nix aufgrund des beständigen Hochdrucks. Besonders Hoch UWE hielt bis zu drei Wochen durch und sorgte für Inversion in der Eifel mit Dauerfrost am Rursee und +12 ° auf den Höhen der Rureifel Anfang Dezember. Bis auf kurze Unterbrechungen gab es auch bis Weihnachten Hochdruckwetter, an Weihnachten selber mal Wind, Regen und Milde, ehe nach Weihnachten Hoch YÖRN für einen ruhigen Jahresausklang sorgt.

Ein paar Mitteltemperaturen von 2016:

Mützenich: 8.1 Grad (+1.1 K)

Vossenack: 9.2 Grad (+1.2 K)

Brandenberg: 9.8 Grad (+1.3 K)

Drove (Voreifel): 11.1 Grad (+1.0 K)

Linnich-Gevenich: 11.1 Grad (+0.9 K)

Insgesamt fiel das Jahr 2016 ähnlich aus wie das Jahr 2015 und oft 0.5 bis 1 K kälter als das Jahr 2014. Im Durchschnitt der letzten rund 20 Jahren war das Jahr 2016 von den Temperaturen her völlig normal. 

Jahresniederschläge 2016

Mützenich: 888 l/qm (75 %)

Gemünd: 886 l/qm (100 %)

Vossenack: 842 l/qm (85 %)

Brandenberg: 696 l/qm (88 %)

Linnich-Gevenich: 686 l/qm (100 %)

Drove: 672 l/qm (100 %)

Heimbach: 661 l/qm (90 %)

Insgesamt fiel besonders im Hohen Venn bei Mützenich erheblich zu wenig Niederschlag. Üblich sind dort um die 1200 l/qm. Auch in Vossenack in der Rureifel fiel 15 Prozent zu wenig Niederschlag, in Brandenberg rund 10 Prozent zu wenig. Sonst ist es in der Voreifel eher ausgeglichen, denn so 600-700 l/qm sind normal im Jahr. Die 886 l/qm in Gemünd sind auch den Unwetterphasen Ende Mai/Anfang Juni und um den 21 Juli geschuldet, denn Gemünd wurde immer wieder davon getroffen. Generell in der Eifelregion gibt es größere Schwankungen, gerade ob man von einem Unwetter getroffen wurde oder völlig verschont geblieben wurde.

Schaut man nach dem langjährigen Mittel (1961-90) dann war 2016 zu warm und zu trocken.

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