Jahresrückblick 2006

Jahresrückblick 2006 von Andy Holz

Wetterrückblick 2006 der Wetterstation Vossenack von Andy Holz


Das Jahr 2006 brachte viele neue Rekorde in Deutschland, auch hier in Vossenack wurden 2006 Rekorde gemessen.


Der Januar war von vielen Hochdruckwetterlagen geprägt und erreichte mit 138 Sonnenstunden einen Rekord für Januar, üblich sind um die 50-60 Sonnenstunden. Die Hochdruckwetterlagen waren meistens Ostwindwetterlagen und es wurde auch mit 26 Frosttagen (Tmin <0,0°C) ebenfalls ein Rekord aufgestellt. Niederschlag fiel im Januar nur 35% der üblichen Monatsmenge. Der Februar 2006 startete mit einer Inversionswetterlage, in Vossenack wurde am 01.02 +10,2°C bei 25% Luftfeuchte gemessen, während es in den Niederungen morgens verbreitet unter -10°C gemessen wurden (Düren am Erdboden sogar -15°C). Sonst war der Februar eher trüb bzw. sonnenscheinarm und ziemlich kühl und so ergab sich ein Monatsmittel von 0,1°C (2K zu kalt). Erst am Ende des Monats gab es nennenswerten Schnee.


Der März war eher ein Wintermonat als ein Frühlingsmonat. Am 1. März wurden 30 cm Schnee gemessen uns somit die höchste Schneehöhe des Winters 05/06. Am 13. März wurde mit -11,6°C die tiefste Temperatur des Winters 05/06 gemessen. Der März war 5K zu kalt und mit 124 l/qm niederschlagsreich. Der April 2006 war von Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer eher normal und es gab keine nennenswerte Wetterereignisse. Der Mai war ein zweigeteilter Monat. Nach Frost am 1.Mai (-0,6°C) stieg die Temperatur rasch an um am 3. Mai wurde mit 27,0°C der erste Sommertag (Tmax >25,0°C) registriert und das blieb bis zur Monatsmitte so mit Temperaturen zwischen 20°C und 25°C im Wohlfühlbereich. Aber in der 2. Monatshälfte stürzte der Mai regelrecht ab. Am 21.5 zog Orkan "Gertrud" mit gewittrigen Aprilgüssen und orkanartigen Böen über uns hinweg. Mit 165 l/qm war es einer der nassesten Mai seit Aufzeichnungen. Mit 12,8°C fiel der Mai eher etwas zu kühl aus.


Nach einem bescheidenen Start lief der Sommermonat Juni langsam ab der Fussball-WM in Hochform auf. Es gab mehrere Sommertage und einen Hitzetag (Tmax >30,0°C). Mit 16,8°C im Monatsmittel entspricht dem Monatsmittel. Die Sonne war mit 250 Stunden Sonnenschein auch mit viel von der Partie. Am Kirmessonntag zog eine starke Gewitterfront mit schweren Sturmböen über Vossenack hinweg. Das absolute Highlight war der Juli. Da passte einfach alles und mit 21,9°C wurde ein Rekord im Monatsmittel aufgestellt. Somit konnte der August 2003 mit damals 20,9°C im Mittel nur 3 Jahre seinen Rekord verteidigen. Somit war der Juli gut 5K zu warm. Es gab 27 Sommertage, daraus 11 Tropentage. Mit 36,0°C wurde am 19. Juli die höchste Temperatur des Sommers 2006 abgelesen. Mit 310 Stunden Sonnenschein war der Juli 2006 der sonnigste Monat aller Zeiten. Niederschlag fiel mit 41 l/qm eher mager aus. Der Verlierer des Jahres war der August. Er war das absolute Gegenteil vom Juli. Mit 100 Sonnenstunden wurde sogar weniger Sonnenschein als im Januar registriert. Mit 14,4°C im Mittel fiel er fast 4K zu kalt aus. Mit 212,8 l/qm wurde der zweitnasseste Monat registriert und schob sich hinter dem Juli 2002 auf Rang 2. Am 4. August fiel mit 32,4 l/qm die größte Tagesmenge im Jahr 2006. Und es wurde nur ein Sommertag registriert, und das zeigte ebenfalls das der August eher an den Herbst erinnerte.


Der September erinnerte eher wieder an den Sommer und es wurden 9 Sommertage registriert. Mit 16,5 °C war er knapp 2K zu warm. Im Flachland war er mit knapp 19°C im Mittel sogar der wärmste September aller Zeiten gewesen. Wären am 18. September nicht die 20 l/qm Regen heruntergekommen, wäre der September einer der trockenste Monat gewesen. Somit fielen 30l/qm vom Himmel, die entspricht etwa 40%. 183 Stunden Sonnenschein ließen sich viele Stunden in der Sonne aushalten. Der Oktober war auch ein Rekordmonat. Er war mit 12,7°C deutlich zu warm und am Monatsende wurde sogar ein Dekadenrekord aufgestellt (22,4°C am 26.10). mit 59 l/qm war er eher niederschlagsarm und Sturmtiefs blieben auch aus.


Der November war mit 7,4´°C auch viel zu mild und der erste Schnee blieb aus. Frühlingshafte Temperaturen von über 15°C wurden oft erreicht und sämtliche Frühblüher, Forsythien und sogar Ginster blühten. Heide, Gänseblümchen und Rosen sahen aus wie im Spätsommer. Die Vegetation war somit gut 4 Monate zu früh. Der Dezember schließte sich dem November an. In der ersten Dezemberhälfte wurden auch oft 10°C überschritten. In der 2. Hälfte sank die Temperatur ab und es stellte sich bis kurz nach Weihnachten eine stabile Hochdruckwetterlage ein mit einer Inversion über Weihnachten (siehe Wetterbilder). Es gab 10 Frosttage, was dem Dezembermittel zwar entspricht, aber mit 4,0°C im Mittel war er auch 2K zu mild. Der erste Schnee blieb weiterhin für den Winter 2006/07 weiterhin aus. Das ist nur im Winter 2002/03 vorgekommen.


Das Jahr 2006 war mit 9,6°C insgesamt einer der kühleren Jahre, was auf dem Januar, Februar, März, August zurückführen lässt. Also im Jahr 2006 fand absolutes Kontrastprogramm (viele Extreme) statt. Mit 995,8 l/qm kam das Jahr 2006 nach 2002 und 2001 auf Rang 3 der nassesten Jahre. Mit 1785 Stunden Sonnenschein war das Jahr 2006 auch einer der sonnigsten Jahre, Sonnenjahr 2003 nur unwesentlich sonniger.

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