Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick März 2017

Wärmster März seit Messbeginn

Perfektes Frühlingswetter mit Rekordwärme und extrem viel Sonnenschein beherrschte uns der März. Nach wechselhaftem Auftakt mit Sturm folgte anhaltender Hochdruck mit vielen warmen Tagen.

Anhand der Monatsmitteltemperaturen und dem Vergleich zum 30-jährigen Mittel (1961-90) ergaben sich folgende Rückschlüsse in der Statistik:

- in der Summe aller Stationen war es in NRW der wärmste März seit 1881;

- auch oberhalb von 500 m Seehöhe wurden alle bisherigen Rekorde gebrochen Vossenack mit 7,6° und Nideggen-Schmidt mit 8,4°

- im Düren-Zülpicher Bördenraum war der März 1981 ähnlich warm:

Düren 1981 mit 9,3° und 2017 nun 9,0°

Zülpich 1981 mit 8,7° und 2017 nun 8,7°

Nörvenich 1981 mit 8,6° und 2017 nun 9,4°

Die positive Abweichung vom Mittelwert 1961-90 betrug in diesem Jahr enorme 3,0 bis 4,5°. Warme Märzmonate gibt es immer wieder mal, das beweisen auch die Daten noch älterer Stationen, wie z.B. das gut mit Düren vergleichbare Aachen: März 1931 dort  9,1° und März 1862 sogar 9,2°.

Späte Kaltlufteinbrüche mit Schneefällen waren diesmal eine Rarität, so meldete Udenbreth auf fast 700 m nur 2 cm Schneedecke am 6. März. Die Fröste blieben schlapp u. erreichten in den Tallagen der Rureifel -2,4° (Heimbach) u. nur -1,2° in Bördenraum (Düren). Zum Monatsende war dann als Folge die Narzissenblüte in den Hochtälern der Eifel bereits weit fortgeschritten.

Bis zum 8. März blieb es wechselhaft und Sturmtiefs hatten die Oberhand. Böen der Stärke 8-9 wurden am 2. und 8. in allen Höhenlagen gemessen (Nörvenich sogar 91 km/h).

In der zweiten Monatshälfte fühlte man sich bei 20-24 Grad in den Mai versetzt.

Hier einige seltene Höchstwerte des März 2017:

Niederzier-Hambach 24,4°, Vettweiß 23,9°, Hoven 23,7°, Aldenhoven und Heimbach-Hasenfeld 23,5°, Linnich-Gevenich 23,4°, Nörvenich 23,2°, Gey 22,5°, Heimbach 22,3°, Drove 22,0°, Hergarten 21,7°, Schmidt 21,4°, Kermeter 20,6° und Vossenack 20,0°. Noch höhere Werte wurden im 29. März 1968 gemessen, z.B. 25,0° in Nörvenich (Sommertag) und 24,8° in Jülich.

Es verwundert nicht, dass der März aufgrund der vielen Überstunden der Sonne diese Wärme erreichte. Seit Jahren gab es nicht mehr so viele wolkenlose Tage zum Frühlingsauftakt. Hier einige Sonnenscheinsummen aus dem Kreis Düren:

Aldenhoven 176 Stunden, Vettweiß 170, Düren 161, Nideggen-Schmidt 154, Gey 147, Nörvenich und Hasenfeld 141, Heimbach 134 Stunden und Vossenack 109 Stunden. Die positiven Abweichungen vom Mittelwert betrugen 20-45%. Schon im März 2014 wurden zwischen Vettweiß und Jülich 216 Sonnenstunden gemessen. Der März verwöhnt uns immer häufiger mit Wärme und Sonnenschein.

Die Inhalte der Regenmesser an den Wetterstationen im Kreis Düren waren durchweg unterdurchschnittlich. Während im Hohen Venn 177 l/qm fielen waren es in Heimbach-Vlatten gerade mal 33 l/qm. Verbreitet fielen aber nur 40-60% der sonst üblichen Mengen. Hier einige Summen für ihren persönliche Vergleich: Vossenack 79 l/qm, Hambach 71 l, Schmidt 65 l, Brandenberg 64 l, Linnich-Gevenich 61 l, Nörvenich und Kermeter 56 l, Düren 49 l, Drove 47 l, Hoven 46 l, Hasenfeld 44 l, Hergarten und Vettweiß 43 l, Heimbach 40 l und Hürtgenwald-Gey 35 l/qm. 

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