Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Januar 2017

Kältester Januar seit 2010

 

„Endlich mal wieder ein winterlicher Monat“, das werden die Fans von Schnee und Eis gedacht haben. Die negativen Abweichungen vom Normalwert betrugen 1,7 ° in Schmidt und bis 2,7 ° im Südkreis zwischen Vettweiß und Wollersheim. In der Statistik nimmt dieser Januar 2017 im Raum Düren sogar Platz 7 der kältesten Januare seit 1967 ein. Hier eine Auflistung der noch kälteren Januare und ihrer monatlichen Mitteltemperaturen:

 

              Düren             Jülich

                    1987       -3,3 °              -3,3 °                    

1985       -3,6 °              -3,0 °

1979       -2,6 °              -3,3 °

1997       -1,6 °              -1,2 °

2010       -0,7 °              -0,7 °

2009       -0,3 °              -0,1 °

2017       +0,2 °             +0,3 °

 

Seit 1941 besteht die Reihe der Temperaturmessungen in Düren (Jülich ab 1961). In diesem Zeitraum erreichten folgende Monate die absolut niedrigsten Monats-Mitteltemperaturen (in 75 Jahren):

- Januar 1963 in Düren -6,3 ° und Jülich -5,5 °

- Februar 1956 in Düren -7,4 ° (Tiefstwert in Elsdorf damals -26,6 °).

 

Der Januar 2017 begann richtig kalt. Schon am 5.1. drehte der Wind hinter Sturmtief „AXEL“ auf Nordost und eisige Luft strömte ein. Noch heftiger war der Vorstoß polarer Kaltluft zu Beginn der zweiten Monatshälfte. Vom 15. bis 28. Januar gab es eisige Nächte und viel Schnee auf den Eifelhöhen. Erst zum Monatsende wurde es milder und der Schnee schmolz bis auf 600 m herauf.

 

Die niedrigsten Werte des Monats wurden über den Schneedecken im Kreis Düren zwischen dem 17. und 23. des Monats erzielt (2m und Bodentemperatur):

Vlatten -12,6 °; Hergarten -12,0 °; Heimbach -11,2 ° (-12,3 °); Nörvenich Kläranlage -10,6 °; Kermeter -10,1 °; Düren -9,7 ° (-13,6 °); Vettweiß -9,5 °; Nideggen-Schmidt -9,3 ° (-16,7 °);Vossenack -9,1 ° (-13,9 °) und Linnich-Gevenich -6,9 °.

 

Nach dem sehr trockenen Dezember war der hohe Luftdruck auch im Januar ein Garant für geringe Niederschläge in der Börde rund um Düren. Auch die Hochlagen der Rureifel erhielten im Nordoststau der Wolken nur unwesentlich mehr Niederschlag, meist aber in Form von Schnee. Hier einige Summen zum Vergleich:  Düren 16 l/qm, Vettweiß und Drove 26 l, Hoven und Vlatten 27 l, Nörvenich 28 l, Linnich-Gevenich 30 l, Obermaubach 33 l, Heimbach 35 l, Hergarten 40 l, Vossenack und Kermeter 41 l, Hasenfeld und Schwammenauel 42 l, Brandenberg 44 l und Schmidt 46 l/qm. Nur 50-70% der Normalwerte fielen verbreitet vom Himmel.

 

Mit der Höhe nahmen auch die maximalen Schneehöhen zu. Während rund um Düren nur  2-4 cm lagen, waren es oberhalb von 300 m Seehöhe 30 cm:

Nörvenich 3 cm, Heimbach-Hasenfeld 12 cm, Schmidt und Brandenberg 20 cm, Hergarten-Düttling 23 cm, Vogelsang 24 cm, Kalltalsperre 25 cm und in Vossenack 26 cm.

 

Der Januar 2017 hatte dank sehr vieler Sonnenstunden eine weitere gute Seite die in Erinnerung bleiben wird. Fast überall wurde ein Überschuss von 30-40% abgelesen: Vettweiß 103 Stunden, Düren 100, Nörvenich 99, Schmid 87, Hasenfeld 73 und in der Tallage Heimbach 71 Stunden.

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