Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Januar 2016

MILDER JANUAR MIT GROSSEN TEMPERATURUNTERSCHIEDE

 

Eher grün als weiß präsentierte sich der zweite Wintermonat. Einem sehr kalten Norden Deutschlands stand dabei ein mildes Rheinland gegenüber.

 

Die monatliche Durchschnittstemperatur konnte von den fünf kalten Tagen Mitte des Monats nicht heruntergezogen werden. Die Abweichung vom Mittelwert 1981-2010 betrug in Zülpich +1,8°, in Düren +2,1° und in Jülich +1,9°.

 

Zwischen dem 16. und 22. Januar gab es in allen Höhenlagen die ersten knackigen Fröste des Winters. Am 18. und 19. stiegen die Temperaturen auch in Düren ganztägig nicht über 0° (Eistage).

Normalerweise erreicht das Dürener Bördenland im Januar 16 Frosttage, in diesem Jahr gerade mal sechs. Hier einige Tiefstwerte des Monats (Bodenminimum in Klammer):

Jülich -6,8°, Brandenberg -9,3° (-14,4°), Düren -9,6° (-13,4°), Heimbach -10,2° (-12,6°), Vossenack -10,4°, Schmidt -10,5° (-15,7°), Drove -10,8°, Vlatten -11,3° und Hergarten -12,0°.

 

Etwas höher als üblich fielen die Niederschlagssummen im Januar aus.

Häufige Sturmtiefs statt anhaltendem Hochdruck waren die Ursache. Zwischen 500 m Seehöhe und dem Flachland gab es diesmal kaum große Unterschiede in den Mengen (60-90 l/qm). Die geringsten Mengen gab es an der Eifelnordseite (Eifelschatten bei Südwinden): Vettweiß 45 l und Zülpich-Füssenich 40 l/qm.

 

Mager blieben die Schneesummen für alle Liebhaber des Wintersports und für unsere Kinder (Vettweiß 2 cm, Jülich 3 cm, Schmidt 5cm und Vossenack 10 cm. Am 15. Januar liefen die Lifte am Weißen Stein bei Udenbreth zum ersten Mal in diesem Winter (bei 21 cm Schneedecke).

 

Nach dieser kurzen Kälteperiode folgten zum Monatsende wieder extrem milde Temperaturen. Am 25.1. schaffte der Eifelföhn bei Südwind neue Rekorde für das letzte Januardrittel, z.T. sogar neue Januarrekorde.

Hier einige Werte aus dem Kreisgebiet, die auch in den März passen könnten:

15,4° in Jülich, 15,6° in Vettweiß, 16,6° in Heimbach, 17,4° in Hergarten-Vlatten, 17,6° im Rurtal bei Düren, 18,0° in Aldenhoven, 18,2° in Drove und 18,6° in Hasenfeld. Die höchsten Januarwerte der letzten 100 Jahre wurden gegen Ende des 1. Weltkrieges (25.1.1918) gemessen mit 17,1°. Spitzenreiter für NRW bei den Januartemperaturen ist jetzt Geilenkirchen mit 18,3°.

 

Auch die Sonne schien im Kreis Düren so häufig wie sonst nirgendwo in NRW.

Die Abweichung vom Mittelwert betrug meist +5 bis +15%. Hier einige Sonnenscheinsummen: Vossenack 43 Stunden, Heimbach und Hasenfeld 50, Schmidt 60, Jülich 69, Aldenhoven 70, Düren 72, Vettweiß 74 und Drove 89 Stunden.  

 

Für Mitte Februar zeigen die Prognosekarten einen kurzen Wintereinbruch bis in die Tallagen bei Nachtwerten um -4°. Bisher ist dieser Winter 2015/16 im Raum Düren mit einer Durchschnittstemperatur von 6,6 Grad der wärmste seit min. 1937. Rekordhalter bisher der Winter 2006/07 mit 5,9 Grad.

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