Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick November 2014

ZWEITWÄRMSTER HERBST DER LETZTEN 100 JAHRE-MILDER UND TROCKENER NOVEMBER

 

Am 30.11. ging der zweitwärmste Herbst (Sept./Okt./Nov.) der vergangenen 100 Jahre in der Eifel- und Voreifelregion zu Ende. Nur im Herbst 2006 war es noch gut ein Grad wärmer, was folgende Zahlen aus Düren belegen: Herbstmitteltemperatur 2006 13,8 Grad und jetzt 12,3 Grad. Der Trend der langjährigen Herbsttemperaturen geht eindeutig nach oben.

Die ungewöhnlich milde Witterung der Vormonate wurde auch im November fortgesetzt. Im Vergleich zu den Werten seit 1941 liegt der November 2014 in Düren mit 8,0 Grad auf dem 6.Platz.

Gleich zum Monatsanfang gab es im Rheinland den sogenannten „Allerheilgensommer“ mit zahlreichen Temperaturrekorden. Die höchsten Temperaturen wurden bei leichtem Eifelföhn zu Allerheiligen zwischen Heimbach und Vettweiß (23,1°), Vlatten (23,5°), Hasenfeld 23,3 Grad, Drove (23,0°) und Düren (23,2°) gemessen.

Erst zum Monatsende am 25. gab es die ersten Herbstfröste von -1,2 Grad im Flachland (Rurtal bei Düren) und bis -2,4 Grad in Vossenack. Im Raum Düren kam der erste Luftfrost gut 24 Tage zu spät. Am Erdboden meldeten einige Talstationen -5 bis -7 Grad.

Schneefälle waren im ganzen Herbst in der Eifelregion nicht zu beobachten. Den letzten winterlichen November gab es 1993 bis herunter nach Düren.

Bei der Sonnenscheindauer lagen die Werte verbreitet im Normalbereich, nur örtlich gab es bis zu 10% Überschuss. Hier die Sonnenscheinstunden aus dem Kreisgebiet: Vossenack 41 Stunden, Hasenfeld 66, Tallage Heimbach 69, Jülich 83, Schmidt und Düren 89, Vettweiß 90 und Drove sogar 110 Stunden.  

Auch die Versicherungen erlebten den November 2014 als windschwachen und unwetterfreien Herbstmonat. Windstärke acht wurde nur örtlich oberhalb von 400 m Seehöhe am 3.11. notiert.

Schauen wir zum Abschluss noch auf die mageren Niederschläge. Häufiger Hochdruck und Föhnwetterlagen ließen die Monatssummen um 15-20% sinken. Für die Landwirte eine ideale Witterung bei der Mais- und Rübenernte. Alle Wetterstationen lagen mit ihren Summen zwischen 35 und 45 l/qm.

Besonders trocken war es im westlichen Teil des Nationalparks Eifel. Hier die geringsten Regensummen: Hasenfeld 34 l/qm, Düren-Hoven, Vlatten und Hergarten 35 l/qm.

Der meiste Regen fiel mit 47 l/qm in Drove.

 

Auch wenn es jetzt Anfang Dezember etwas kälter geworden ist, so zeigen die Wetterkarten vom dritten Advent noch mildes Wetter bis min. Heiligabend. Zwar fallen hin und wieder ein paar Schneeflocken oder es friert leicht, aber ein großer Wintereinbruch ist nicht zu erkennen. Mehr Schnee soll allerdings auf den Bergen oberhalb von 500-600 m fallen, besonders ab Samstag dem 20.12. (Vierter Advent).

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