Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juli 2014

EIN EXTREM NASSER SOMMER 2014

Vielleicht erinnern sie sich noch an die nassen Sommer 1980 und 2007? Damals regnete es schon richtig viel, doch der Sommer 2014 kann diese Rekorde bis zum 31. August noch brechen.

Vor allem der Juli war von mehreren Starkregenereignissen geprägt, in schwülwarmer Sommerluft konnten sich immer wieder kräftige Schauer und Gewitterzellen bilden, die dann innerhalb kürzester Zeit enorme Niederschlagsmengen lieferten.

Beginnen möchte ich meinen Rückblick aber mit den Durchschnittstemperaturen des Monats Juli. Die Wetterstation Düren erreichte 19,5 Grad und damit eine Abweichung vom Mittelwert 1981-2010 von +1,2 Grad.

Die maximalen Temperaturen des Monats wurden am 18. und 19. des Monats gemessen, meist waren es 33-35 Grad in den Niederungen (Drove 35,7 Grad und Vettweiß 34,9) und sogar noch 30-32 Grad auf den Bergkuppen der Rureifel (Vossenack 31,1 Grad und Kermeter Wilder Pfad 32,8 Grad). Insgesamt gab es zwischen Vossenack und Düren 9-16 Sommertage über 25 Grad und damit einen leichten Überschuss.

Die Sonnenscheinbilanz des Monats war dagegen war fast ausgeglichen. Während auf Rügen und an der Ostsee 340 Sonnenstunden gezählt wurden, waren es im Dürener Land deutlich weniger: 157 Stunden in Vossenack, 179 Stunden in Heimbach, 200 Stunden in Schmidt und Nörvenich, 209 Stunden in Zülpich und 216 Stunden in Düren. Die positive Abweichung vom Durchschnittswert betrug nur 5-10%.

Gewittertiefs und Dauerregen haben den Juli 2014 zu einem der fünf nassesten Julimonate seit Beginn der Aufzeichnungen gemacht. Es wurde die doppelte bis dreifache Monatsmenge aus den Regenmessern geleert, meist fielen 140 bis 210 l/qm örtlich sogar noch mehr:

Hergarten 135 l/qm, Vettweiß 140 l, Zülpich 146 l, Heimbach 151 l, Linnich-Gevenich 158 l, Drove 162 l, Schmidt 164 l, Nörvenich 169 l, Brandenberg 172 l, Hambach und Vossenack 197 l, Düren 200 l und auf dem Kermeter 209 l/qm.

Die maximalen Monatsmengen mit unglaublichen 300 l/qm kamen aber eindeutig aus dem Dreieck Alsdorf-Warden, Siersdorf und Aldenhoven.  

Die größten Regensummen fielen im Dürener Land am 8. und 9. Juli. Im Folgenden habe ich ihnen fünf Wetterstationen aufgelistet mit den gefallenen Summen in 48 Stunden: Kermeter 85 l, Nörvenich und Drove 89 l, Hambach 96 l, Düren 99 l, Stolberg 100 l, Vossenack 106 l und Alsdorf-Warden Deponie 124 l/qm.

Die letzte Sommerferienwoche wird mit Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad, stürmischen Westwinden und wiederholtem Regen nicht gerade erfreulich für die Schwimmbäder oder die landwirtschaftlichen Betriebe.

Bleibt zu hoffen, dass der Herbst dafür bis weit in den November trocken und spätsommerlich wird.

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