Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juni 2013

 

Nasser Juni mit einigen Wetterextremen

 

Während im Osten und Süden Deutschlands im Juni verheerende Hochwasser eintraten, blieb die Eifelregion bis auf einige heftige Gewitter von großen Unwettern verschont. Für unseren Kreislauf jedoch waren die hektischen Bewegungen des Thermometers von Woche zu Woche eine Herausforderung. Bis auf den Niederschlag blieben die Monatswerte typisch für den Juni.

 

Betrachten wir die Durchschnittstemperatur von 16,0 Grad in Düren, 15,9 Grad in Jülich, 15,8 Grad in Zülpich und 14,2 Grad in Vossenack, dann zeigen sich nur geringe negative Abweichungen (-0,2 bis -0,6 Grad) vom Langzeitwert. Kühlere Phasen und eine Hitzewelle glichen sich zwar aus, stellten uns aber gleichzeitig auf eine Geduldsprobe beim Sommerwetter. Am 3. Juni und 26. Juni gab es erstaunlich späte Bodenfröste in den Nordeifeltälern (wie z.B. im Rur- und Kalltal). Örtlich wurden im Nationalpark am 26.6. mit -2 Grad die niedrigsten Bodenwerte seit 40 Jahren beobachtet.

 

Es folgte am 18. und 19. des Monats ein erstes kurzes Gastspiel des Juni-Sommers mit Temperaturen bis fast 34 Grad und kaum zu ertragender Schwüle. Spitzenreiter bei den bisher wärmsten Tagen des Jahres 2013 war Vettweiß mit 33,8 Grad und Nörvenich mit 33,6 Grad (Düren und Jülich 32,1 Grad).

 

Ein Temperatursturz setzte der Hitze danach ein jähes, aber sehr angenehmes Ende. Mit acht Sommertagen über 25 Grad in den Niederungen des Kreises Düren und zwei Sommertagen auf den Bergen der Rureifel (Vossenack) lag der Juni voll im Soll.

 

Auch beim Sonnenschein zeigte sich der erste Sommermonat ausgeglichen. Die Summen waren allerdings durch die Gewitter untypisch verteilt: Drove 210 Stunden, Langerwehe 193 Stunden, Düren 190 Stunden, Jülich 178 Stunden, Zülpich 171 Stunden und in der Tallage Heimbach 148 Stunden.

 

Anders als in Sachsen und Bayern lieferten in der Eifel die wenigen Gewitter die großen Regenmengen. Es gab erhebliche Unterschiede durch die beiden Gewitter am 20. Juni. Innerhalb von 24 Stunden fielen an diesem Tag im Kreis Düren zwischen 20-35 l/qm, hier einige Beispiele: Jülich 33,4 l/qm, Düren 32,9 l und Heimbach 31,2 l/qm.

 

Die Monatssummen des Niederschlags schwankten zwischen 66 l/qm in Düren und 106 l/qm in Vossenack. Damit wurden vor allem in den Höhengebieten die Mittelwerte um 25 % übertroffen.

 

Jetzt Anfang Juli ist der Sommer richtig in Schwung gekommen. Nach der Siebenschläfer Regel muss der Luftdruck Anfang Juli (6.-10.) über 1025 hPa liegen damit der Hochsommer in unserer Region anhaltend schön bleibt. Diese Voraussetzungen sind erfüllt und die Aussichten zeigen auch weiterhin trockenes, nicht zu heißes Sommerwetter.

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