Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Februar 2013

 

Trüber und überwiegend kalter Winterausklang

Der Februar setzte die trübe, sonnenscheinarme Witterung des ganzen Winters fort. Meist kam noch nicht einmal die Hälfte der Sonnenstunden zusammen. Mit nur 32 Sonnenstunden in Vossenack und 55 Sonnenstunden in Jülich (50-75% des Mittelwertes) war es der dritte trübe Monat in Folge. Die Sonnenscheinsumme des Winters betrug in Düren 132 Stunden und in Jülich 125 Stunden, es ist der niedrigste Wert seit 1969. Laut Statistik aus Jülich gab es im Winter 1969/70 nur 119 Stunden (in Nörvenich sogar nur 95 Stunden).

Der Monat fiel jedoch nicht nur trüb aus, auch deutlicher kälter als das 30-jährige Mittel der Temperatur, die negative Abweichung beträgt 2,0 bis 2,5 Grad.

An den ersten Februartagen bestimmte noch eine milde Westströmung die Witterung. Anschließend jedoch entstand eine kräftige Hochdruckwetterlage über der Ostsee. Ostwinde brachten kältere Luft mit teils starken Schneefällen in die Eifel und Voreifel. Strenge Nachtfröste blieben aber die Ausnahme. Das Niveau der Kältewelle im Februar 2012 wurde bei weitem nicht erreicht. Mit -5 bis -9 Grad blieben die absoluten Minima gegenüber 2012 moderat. Die Anzahl der Frostnächte erreichte in Düren 18 (Mittelwert 14) und in Vossenack 25, damit wurde der Höhepunkt des Winters im Februar erreicht, auch bei den Heizkosten.

Sturmtiefs und Sturmböen der Stärke 8 waren selten zum Winterausklang und dennoch fiel recht fiel Schnee zwischen dem Dürener Bördenland und der Rureifel durch die Stausituation der Schneetiefs von Nordosten. Ab dem 3.2. lag im Hohen Venn ununterbrochen eine Schneedecke, in Düren waren es 8 Schneedeckentage mit max. 15 cm (24. Februar). Rund um Vossenack und Brandenberg lagen ab dem 5. Februar immer mehr als 10 cm Schneedecke bis zum Monatsende und  am letzten Februarwochenende sogar bis 26-34 cm. Für die Wintersportgebiete in den Hochlagen waren die Bedingungen von Weiberfastnacht (7.) bis zum Monatsende gut bis hervorragend. Erst jetzt Anfang März ist der Schnee auf den Bergen bei milden Temperaturen um 15 Grad abgetaut.

Die Niederschlagssummen des Monats wichen nur wenig von den langjährigen Mittelwerten ab. In der häufigen Nordostströmung hatten die Wetterstationen nur geringe Unterschiede aufzuweisen: Zülpich 32 l, Nörvenich 44 l, Düren 48 l, Hambach, Drove und Hoven 54 l, Heimbach 55 l, Jülich 59 l, Obermaubach und Brandenberg 65 l, Hergarten 68 l, Heimbach-Düttling 71 l, Vossenack 72 l und an der Schwammenauel 73 l/qm.  

Nach kurzem Vorfrühling kommt der Winter am Sonntagmittag mit Schneefällen wieder in die Hocheifel, aber auch ins Flachland zurück. Am Sonntagabend versinkt der Kreis Düren unter einer ständig anwachsenden Schneedecke. Ab Montag (11.3.) herrscht Dauerfrost von 0 bis -4 Grad und die Nachtfröste gehen im Laufe der Woche noch einmal auf -4 bis -7 Grad zurück. Lassen sie also besser ihre Winterreifen aufgezogen und auch die Gartenarbeit ist noch zu früh. Temperaturen über 10 Grad sind bis zum Beginn der Osterferien nicht zu entdecken.

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