Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Mai 2011



Die Sonne machte Überstunden im Mai
Anhaltende Trockenheit auch im letzten Frühlingsmonat 


Bevor ich die Besonderheiten des Mai 2011 für sie in Erinnerung rufe, möchte ich die drei Frühlingsmonate für die Region Düren in der Zusammenfassung kurz einordnen. Knapp hinter 2007 (11,7 Grad) war es das zweitwärmste Frühjahr seit 1900 mit einer Mitteltemperatur von
11,5 Grad.


Noch auffallender für Jedermann war die Trockenheit. In der Summe wurden in Düren 57 l/qm in drei Monaten gemessen (normal wären 134 l/qm). So trocken war zuletzt das Frühjahr 1921 mit weniger als 50 l/qm. Rekordhalter bleibt 1893 mit nur 38 l/qm. 
Auffallend auch die extrem hohe Sonnenstundenzahl im Frühling: mit 748 Stunden wurde im Raum Düren der höchste Wert gemessen seit Messbeginn vor mehr als 100 Jahren. 


Die Kombination von Wärme, Trockenheit und Sonnenscheinreichtum war bisher einzig.
Schauen wir uns daher den Mai mal genauer an. Auch der dritte Frühlingsmonat war frühsommerlich warm, z.T. sogar heiß. Die Wärme war auffallend aber nicht überragend. Mit einer positiven Abweichung von 1,5 Grad lagen wir noch im oberen Toleranzbereich. Immer wieder beherrschten kräftige Hochdruckgebiete das Wettergeschehen. Vor allem an den Feiertagen und Wochenenden wurden wir mit idealem Freizeitwetter verwöhnt. 


Die Abweichung beim Sonnenschein war im Wonnemonat auffallend. Hier einige Beispiele aus dem Kreisgebiet, es waren die höchsten Werte seit Mai 1990: Vossenack 220 Stunden, Heimbach 223, Zülpich 266, Drove 270, Jülich 274, Düren 287 und Langerwehe 292 Stunden.


Auch die Höchstwerte von bis zu 32,2 Grad in Vettweiß und 32,4 Grad in Kreuzau-Drove lagen nah am Mairekord des Jahres 1945 (33 Grad in Düren). 


Auch Luftfrost wurde im Mai zum Monatsanfang in verfrühten Eisheiligen örtlich gemessen: Heimbach und Düren -1,5 Grad, Vlatten - 1,7 Grad, Drove -2,1 Grad und Hergarten – 2,7 Grad. Weil die Natur bereits weit fortgeschritten war, blieben in den Tälern auch Schäden durch die Bodenfröste nicht aus.


Die Niederschlagsbilanz im Kreisgebiet war sehr einheitlich, in der Bilanz blieben alle Orte viel zu trocken. Dies kann ich ihnen am Beispiel von Vettweiß gut erklären. Die Mairegensumme betrug 26 l/qm, es verdunsteten allerdings 132 l/qm durch die Wärme und die Sonneneinstrahlung, also eine deutlich negative Wasserbilanz, genau wie in den Vormonaten.
Kreisweit lagen die Regensummen bei 15-50 l/qm (25-50% des Mittels). Die trockenste Ecke lag rund Jülich mit 18 l/qm (28% des Mittels). Hier einige sehr trockene Orte: Niederzier-Hambach 15 l, Hoven 17 l, Langerwehe 21 l, Gürzenich 24 l, Düren 25 l, Vettweiß 26 l, sowie Heimbach und Nörvenich mit 29 l.


Die erste Junihälfte hat die Trockenheit ein wenig auffangen können, aber irgendwie hat man die Vorahnung, dass das Sommerwetter nur eine Pause macht. Bis zum 25.6. soll kein Badewetter, eher unbeständiges Wetter herrschen, so die Langzeitprognosen. Die Schulkinder und Landwirte wird es freuen. Am meisten Regen fiel in der ersten Junihälfte im Südkreis zwischen Vlatten und Vettweiß mit 77 l/qm in mehreren Gewittern, mehr als in den 3 Monaten vorher.


Mit freundlichem Gruß 
Karl Josef Linden

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