Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Spezial: Schneereichstes Weihnachtsfest 2010



Schneereiches Weihnachtsfest seit Beobachtungsbeginn
Wahrscheinlich kältester Dezember seit 1933 
Heiligabend Schneemassen im Kreis Düren


Sie brauchen nicht in die Alpen oder nach Bayern zu fahren, in Düren liegt mehr Schnee als in Oberstdorf und Garmisch.
Eine Luftmassengrenze zwischen Tief „Scarlett“ über Frankreich und Hoch „Yannick“ über der Ostsee brachte im südlichen Rheinland vor Weihnachten massenweise Schnee. Besonders betroffen waren die Kreise Düren und Aachen. Während es rund um Zülpich, in Euskirchen und in der Eifel regnete, lagen Düren und Aachen im Bereich der Kaltluft mit Dauerschneefall. Vom 23.12. morgens bis Heiligabend 22 Uhr dauerten die Schneefälle an, so dass am 1. und 2. Feiertag die „Weiße Weihnacht“ so gigantisch war, wie seit Menschengedenken nicht mehr.
Insgesamt fielen in 36 Stunden 25-40 l/qm in Schneeform. Diese Last von maximal 40-50 kg/qm liegt zur Zeit mit riesigem Druck auf unseren Gebäuden und auch den Bäumen und Sträuchern. Durch Verwehungen können die Lasten auf einigen Dächern punktuell noch deutlich höher sein. Dachlawinen und herunterfallende riesige Eiszapfen werden den nachweihnachtlichen Einkauf oder das Schneeräumen in dieser Woche zur Gefahr machen. Manches Auto musste heute morgen oder gestern erst mal unter den Schneebergen gefunden und ausgegraben werden. 
Zusätzlich sind die Schneemassen im südlichen Kreisteil von Eisschichten durchzogen, was insbesondere für die Wildtiere ein großes Problem darstellt.
Bis zum Jahresende und wahrscheinlich noch darüber hinaus wird sich an dieser Situation wenig ändern. Schnee fällt nur noch wenig im alten Jahr, es wird eher kälter.
Hier einige maximale Schneehöhen von den Weihnachtstagen. Der Anstieg von Zülpich und Nörvenich in Richtung Düren und Aachen fällt sofort ins Auge:
Nörvenich 29 cm, Zülpich 31 cm, Kreuzau-Winden 38 cm, Kreuzau-Drove 44 cm, Heimbach (Altes Kraftwerk) 44 cm, Vettweiß-Soller 49 cm, Hürtgenwald-Brandenberg 50 cm, Hürtgenwald-Vossenack 65 cm, Simmerath-Lammersdorf 68 cm und im Raum Udenbreth / Hohes Venn bis 70 cm. Es sind für das Dürener Land die höchsten im Dezember gemessenen Schneedecken (seit min. Feb. 1969 oder Januar 1940).



Vielen Dank für eure Messungen. 
Noch schönen 2. Feiertag !
Karl Josef Linden

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