Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Juli 2010



Sommerwetter wie aus dem Bilderbuch
Juli lange trocken und heiß



Jeder hat es am eigenen Körper gespürt, dieser Juli war nicht normal.
Kreisweit lag die Mitteltemperatur um 2,8 bis 3,0 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. 
Nach heißen und trockenen Tagen zum Monatsbeginn mit örtlichen Starkgewittern steuerten die Temperaturen auf neue Hitzerekorde zu. Durch die leichte Abkühlung im letzten Monatsdrittel wurde die Rekordmarke des Juli 2006 (Fußball-Sommermärchen) nicht mehr übertroffen.


Aufgrund der Regenfälle Ende Juli und jetzt Anfang August wünschen sich viele das heiße Sommerwetter zurück, andere fürchten Hitze wie in Russland.


Das Mittel aller Tag- und Nachttemperaturen betrug im Dreieck Zülpich - Düren - Nörvenich 21 Grad (im Juli 2006 sogar 22,5°). Im vierwöchigen Zeitraum 21.6. bis 21.7.2010 wurde der Höhepunkt des Sommers 2010 gemessen (22,0° im Schnitt fast wie 2006).
Die absolut heißesten Tage des Monats mussten wir vom 9.-11. Juli erleiden, am letzten Wochenende vor den Sommerferien. Die Spanne reichte von 32,8 in Vossenack bis 37,1 Grad in Aldenhoven und 36,8 Grad in Vettweiß. 
Über 24 Stunden betrachtet war der 10. Juli mit einem Tagesmittel von 28,6 Grad in Düren der zweitwärmste Tag der letzten 30 Jahre; den ersten Platz belegt nach wie vor der 12.08.2003 mit 29,5 Grad. 


Sogar in den Hochlagen (Vossenack) wurden 6 Tropentage (>30°) registriert. In den Niederungen waren es enorme 14 Tropentage zwischen Düren und Zülpich. Nur im Juli 1994 und im August 2003 wurden 15 Hitzetage aufgeschrieben.
Trotz der trüben Tage im letzten Monatsdrittel machte die Sonne insgesamt Überstunden bis zum 20. Juli. Die positiven Abweichungen betrugen 25 - 35 %. Hier einige Summen die das verdeutlichen: Vossenack 165 Stunden, Heimbach Tallage 223 Stunden, Zülpich 251, Düren 263, Kreuzau-Drove 270, Aldenhoven 276 und Nörvenich 282 Stunden. Der bisher höchste Julisonnenschein von 310 Stunden (2006) wurde also nicht erreicht.


Rechnet man den Niederschlag von Juni und Juli zusammen, so war dies der trockenste Sommerstart seit 1978 in der Bördenlandschaft zwischen Vettweiß und Zülpich. 
Bis zum 22. Juli fiel Niederschlag nur punktuell oder in unwetterartigen Gewittern. Später kamen dann auch einige flächendeckende Schauer hinzu.


Die monatlichen Summen wurden durch die z.T. heftigen Gewitter munter durcheinander gewirbelt. Besonders hohe Niederschlagsmengen mit Überflutungen wurden aus Monschau-Höfen gemeldet (88 l/qm am 3.7. in nur 45 Min.). Auch Schmidt mit gewittrigen 28 l/qm, Vossenack mit 31 l hatten am 3. Juli Starkregen.


Die fünf trockensten Orte mit Wetterstationen im Kreisgebiet Düren waren Düren-Hoven mit 35 l/qm, Vlatten 42 l, Düren 43 l, Niederzier-Hambach 44 l und Zülpich 50 l/qm. Der meiste Regen fiel zwischen Drove, Schmidt und Vossenack mit 90 l/qm.
Beständiges Hochdruckwetter ist für die zweite Augustwoche nicht angesagt, dennoch werden die Höchstwerte bei meist sonnigem Wetter zwischen 20 und 25 Grad schwanken. Die Hitze könnte in der zweiten Augusthälfte zurückkehren.

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