Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Oktober 2008


Oktoberwetter: Hocheifel zu nass und Börde zu trocken
Viel Sonnenschein und doch zu kalt


Den Wettercharakter „Goldener Oktober“ gab es nach unserem Gefühl in diesem Jahr viel zu selten in Dürener Kreisgebiet.
Dennoch lagen die Sonnenscheinsummen im Flachland, also im Zuckerrübenanbaugebiet, bis zu 20% über den Mittelwerten (z.B. Düren mit 131, Zülpich 127, Nörvenich und Vossenack 117, Drove 110 und Heimbach Tallage 97 Stunden).
Die Hochdruck- und Südwestwindlagen schufen also immer wieder teils sonnige aber auch neblige Herbsttage an denen der bunte Blätterwald besonders die Spaziergänger erfreute. Die Zahl der Regentage war überall gering und dennoch gab es deutliche Unterschiede zwischen den Hochlagen der Rureifel und dem Flachland z.B. an Rur. Die Ursache waren die Sturmtiefs „Quinta“ am 5. Oktober und „Yulietta“ am 26. des Monats. Ihre Regenbänder regneten sich besonders in der Nordeifel ab, so meldete Kalterherberg am 5.10. enorme 44 l/qm während man in Heimnach-Vlatten nur 5 l/qm ertragen musste.
Zwischen der Kalltalsperre, Vossenack, Brandenberg, Schmidt und Nideggen leerten die Beobachter 75 bis 100 l/qm aus den Messbechern, ansonsten waren es 30 - 60 l/qm.


Trockenste Orte des Kreises waren Düren mit 27 l/qm, Vettweiß mit 29 l/qm und Nörvenich mit 33 l. Allesamt erreichten sie nur 65 bis 75% des Langzeitmittels.


Zum Monatsende gab es oberhalb von 550 m auch die ersten Schneeflocken am Reformationstag (31.10.). Nur im Wintersportort Udenbreth wurden die ersten Schneebälle geworfen bei 2 - 5 cm Schneedecke.
Die letzte Schneedecke im Herbstmonat Oktober gab es in Lagen über 550 m übrigens 1992 mit 8 cm (1974 sogar 12 cm in Udenbreth).


Die monatliche Mitteltemperatur beweist die überwiegend zu kühle Oktoberwitterung. Kreisweit wurden Werte gemessen (z.B. Düren mit 10,3 Grad und Vossenack mit 8,7 Grad), die 0,5 bis 1,0 Grad zu niedrig waren.
Dennoch schafften die Thermometer im vergangenen Monat für kurze Zeit noch einmal die 20 Grad Marke, nämlich vom 11. bis 13. Oktober.


Die absoluten Spitzenwerte meldeten die folgenden Stationen: Obermaubach 24,2 Grad, Nörvenich und Hoven 24,0 Grad, Düren 23,6 Grad, Vettweiß und Vlatten mit 23,2 Grad, sowie Niederzier und Drove mit 23,0 Grad. Auch Vossenack auf 425 m Höhe erreichte noch 22,2 Grad.


Während die Bodenfröste in den Tallagen ab der Monatsmitte deutlich zunahmen, blieben die Luftfröste in 2 m Höhe bis ins Flachland eine Rarität, bis auf die Nacht zum 29. Oktober.


Hier ist in Abhängigkeit von der Höhe kein deutliches Gefälle in diesem Monat zu sehen.
In Vossenack wurde es –1,0 Grad kalt, zwischen Hergarten (-1,2 Grad), Düren (-0,5 Grad) und Nörvenich (-1,2 Grad) war es genau so kalt. Am Erdboden sank der Tiefstwert im Rurtal vor Düren bereits bis auf –4 Grad.
In den ersten 8 Tagen des November herrschte andauerndes, ruhiges Novemberwetter (auch Allerheiligensommer genannt) mit ausgesprochen hohen Temperaturen, vor allem in den Nächten. Spitzenreiter war am Donnerstag (6.11.) Heimbach-Vlatten bei leichtem Föhn und 17,2 Grad (übrigens wärmster Ort in Deutschland). Regen war eher selten aber leider hat das sich am Wochenende geändert.


Erst am 27.11. beginnen im Dürener Flachland laut Statistik durchschnittlich die ersten Schneefälle. Mal sehen wie es dieses Jahr ausgeht.

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