Wetterrückblicke von Andy Holz

Wetterrückblick 2011 von Andy Holz Teil 2


Teil 2 (April bis Juni)

April

Der April startete erstmal leicht durchwachsen, aber schon am 2. wurden an unserer Wetterstation in Hürtgenwald-Vossenack zum ersten Mal des Jahres die 20-Grad-Marke geknackt. Man konnte 21,3 Grad ablesen. In Drove in der Voreifel gab es mit 26,4 Grad einen extrem frühen Sommertag. Vom 3. bis 5. zog immer wieder Regen oder Schauer über die Region hinweg und diese Niederschläge konnte man nach dem trockenen März gut gebrauchen.

Vom 6. bis 11. stellte sich überwiegend sonniges und trockenes Wetter ein. Es fiel kein Niederschlag und die Temperatur lag an zwei Tagen sogar bei 20 Grad und mehr mit 22,4 Grad spitze am 11. herum. In den Niederungen ging es rasch auf sommerliche 27 Grad hinauf.

Der 12. markierte den niederschlagsreichsten Tag des Aprils mit 7,8 l/qm. Dabei handelte es sich um eine Kaltfront, ehe sich dahinter rasch wieder Hochdruckwetter durchsetzte. Der 14. war der einzigste kalte Tag an unserer Wetterstation in Vossenack, aber mit 9,8 Grad Höchsttemperatur auch nur so gerade.


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Vom 14. bis hin zu nach Ostern (27.) stellte sich eine stabile Ostwetterlage ein mit viel Hochdruck und oft purem Sonnenschein. Anfangs war es noch relativ kühl mit 13 bis 17 Grad, ehe es an Ostern frühsommerlich warm wurde. Der wärmste Tag war der 23. mit über 28 Grad in der Voreifel und bis zu 23,4 Grad an unseren Wetterstation in Vossenack. Selbst nachts bildeten sich die ersten Wärmegewitter. Paar Eindrücke: ***KLICK***

Nachteil: Die Waldbrandgefahr stieg in den hohen bis sehr hohen Bereich.


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Die trockene und sonnige Ostlage hatte auch schwere Folgen. Im Hohen Venn gab es den schwersten Vennbrand seit Jahrzehnten. Mehrere tausend Hektar Land wurden zerstört.

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Ab dem 27. wurde es wechselhafter, teils kühlere Luftmassen, teils auch wärmere Luftmassen. In der wärmeren Luftmasse bildeten sich teilweise intensive Gewitterzellen im Bereich des Ruhrgebietes, verschonten die Eifel aber.

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Insgesamt war der April rekordverdächtig. Er war mit 11,9 Grad genau so warm wie der Rekordapril 2007. In den Niederungen betrug die Monatsmitteltemperatur 12,0 bis 13,0 Grad. Dort kamen bis zu 9 Sommertage zusammen mit mehr als 25,0 Grad (Drove). Insgesamt fielen durch die wenigen wechselhaften Tage nur etwa 20 bis 30 l/qm Niederschlag. Die Sonne machte mit 190 bis 260 Stunden enorm viel Überstunden. So viele Sonnenstunden kommen noch nicht einmal in einem Durchschnittsjuli zusammen.

Mai

Der Mai startete mit erneut einer sonnigen Ostwetterlage, aber mit frischen Nachttemperaturen. Am Morgen des 4. gab es in Vossenack einen Frühwert von 0,0 Grad, in Drove sogar -2,1 Grad und in Muldenlagen der Eifel bis an die -5 Grad. Aber auch diese Luft erwärmte sich von Tag zu Tag und am 7. gab es an unseren Wetterstation schon den ersten Sommertag mit 25,1 Grad Höchsttemperatur. Am 8. wurden in den Niederungen teilweise die 30 Grad geknackt. Bis zum 11. blieb es sommerlich warm, wobei der 10. und der 11. zwei Gewittertage waren in der Region, aber von harmloser Natur. 

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Die zweite Maidekade war eher von einer westlichen Strömung geprägt, aber es fiel eher kaum Regen. Nur am 15. fielen so gerade 7,4 l/qm Niederschlag in Vossenack und das tat der Natur natürlich gut. Der Flieder präsentierte sich prachtvoll. Die Temperaturen waren eher gemäßigt mit 12 bis 21 Grad und bis maximal 26 Grad in den Niederungen der Region.

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Vom 20. bis 22. setzte sich kurz wärmeres Wetter durch, wobei die Temperaturen auf bis zu 22 Grad in Vossenack und auf 25 bis 27 Grad in den Niederungen anstiegen. Im Laufe des 22. zog eine schwache ungewittrige Kaltfront über die Region hinweg. Paar Eindrücke: ***KLICK***

Der Rest der dritten Maidekade wurde durch viel Sonne geprägt und die Temperaturen wurden auch oft wieder angenehm warm. Am 30. fand sie seinen Höhepunkt mit 27,4 Grad in Vossenack und teilweise 31 oder 32 Grad entlang des Rurtals.


Am 28. feierte unsere Wetterstation eine neue Premiere. Sie wurde durch eine hochwertige Agrarstation ergänzt. Sie misst in verschiedenen Bodentiefen die Temperatur und die Bodenfeuchte. In 50 cm Höhe wird die Blattfeuchte gemessen, so das alle Parameter einen Aufschluss auf Wachstum und Waldbrand-/Graslandbrandgefahr. Auch die Temperatur 5 cm über dem Erdboden wird bestimmt, um Bodenfröste zu messen. Hier kann man auf die Daten zurückgreifen: ***KLICK***

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Am allerletzten Maitag fiel dank einer konvektiv verstärkten Front 21,8 l/qm Niederschlag an unseren Wetterstation, konnte aber das Niederschlagsdefizit nicht aufholen. Daher fiel der Mai wieder zu trocken aus, so das der Frühling äußerst trocken war mit insgesamt etwa 70 l/qm Niederschlag. Etwa die Hälfte davon fiel in diesem Mai. Insgesamt wurden im Schnitt 13,5 Grad gemessen, das etwas zu warm ist. In den Niederungen waren es etwa 15,0 bis 15,5 Grad. Vossenack bekam 3 Sommertage und die Niederungen bis zu 12 Sommertage. Die Sonne machte mit 220 bis fast 300 Stunden wieder einige Überstunden.

Juni

Der Juni startete erstmal vielversprechend mit oft Sonne und immer wärmeren Temperaturen. Dabei wurde am 4. oft 27 bis 31 Grad gemessen, aber die Luft wurde schwüler und unwetterträchtiger. Es stellten sich vier Gewittertage ein, die es teilweise in sich hatten. 

Besonders in unserer Gemeinde Hürtgenwald gab es am 5. ein schweres Unwetter mit sintflutartigen Platzregen und Hagelschlag. Während unsere Wetterstation mit 18,2 l/qm Niederschlag registrierte, wurden am Moto-Cross-Gelände Kleinhau (4 km von unserer Wetterstation entfernt) Land unter gemeldet und Rennen mussten abgebrochen werden. Kein Wunder, da die direkt anliegende Wetterstation in Hürtgenwald-Brandenberg enorme 92,4 l/qm Niederschlag registrierte.

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Am Folgetag (6.) zog ein Unwetter über Jülich hinweg. 18 l/qm Niederschlag fielen innerhalb 15 Minuten. Das unterige Bild sieht sehr nach "Tornado" aus, aber sind nur die Rauchschwaden des Kraftwerkes Weilsweiler. Eindrücke zur Unwetterpase+Video gibts hier: ***KLICK***

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Vom 8. bis Sommeranfang (21.) stellte sich eine sehr wechselhafte und kühle Witterung ein. Es zogen immer wieder Schauer über uns hinweg. Bis auf den 15., wo 22 bis 27 Grad erreicht wurden, waren wir sonst unter der 20 Grad-Marke. Es filen etwa 50 l/qm Niederschlag in diesem Zeitraum. 

Pünktlich zur Vossenacker Kirmes (24. bis 28.) setzte sich eine markante Erwärmung durch. Die Temperaturen stiegen innerhalb von nur drei Tagen von 14,6 Grad am 25. auf 31,9 Grad am 28., wobei der 28. auch schon den heißesten Tag des Jahres war. In den Niederungen wurden oft 35 Grad und mehr erreicht. An unseren Wetterstation gab es in der Nacht zum 28. sogar eine Tropennacht mit einem Tiefstwert von 21,1 Grad.

Das Aufsetzen des 2,3 MW starken Generators der neuen Windkraftanlage Schmidt fand bei heißen 33 Grad statt. Diese neue Anlage des Windparks Schmidt ging im September an den Netz und kann 5000 Haushalte mit Strom versorgen. Durch ihre Gesamthöhe von etwa 140 Metern, lässt sie die alten Windkraftanlagen älteren Typs ganz klein aussehen. Auch in Hürtgenwald wurden im Juli zwei alte WKA´s anhand eines Repowering gegen zwei neue WKA´s selben Typs ersetzt (Enercon E-82) und wären in der Lage komplett Hürtgenwald mit Strom zu versorgen.


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Am Ende des heißesten Tag des Jahres (28.) kamen von Westen gewittrige Wolken auf, die in Belgien schwere Unwetter sorgten. Bis auf ein paar Mammatus-Wolken und einem schwachen Gewitter in der Nacht zum 29., blieb die Eifel verschont. Paar Eindrücke:***KLICK***

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Aufgrund der kurzen Hitzewelle Ende Juni, fiel der Monat normal aus von der Temperatur. In Vossenack wurden im Schnitt 15,0 Grad erreicht, in den Niederungen waren es 17,0 bis 17,5 Grad. Es gab in Vossenack 2 Tropentage (die einzigsten diesen Sommers) und 1 Sommertag. Die Sonne schien deutlich weniger als im April und im mai, aufgrund der langen wechselhaften Phase. Oft waren es nur 120 bis 170 Stunden, am Eifellee auch über 200 Stunden. Insgesamt war der Juni mit 108 l/qm Niederschlag recht nass, wobei es aber regionale Unterschiede gab, aufgrund der Unwetter Anfang Juni.

Fortsetzung folgt.....

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